Palmen & Orchideen

January 4th, 2009

In der Umgebung von Chiang Mai finden sich einige wunderschöne Gärten, welche zum Verweilen einladen. Denn das etwas kühlere und weniger drückende Wetter im Norden führte zur Existenz tausendenden Pflanzenarten. In den letzten beiden Tagen haben wir zwei dieser Parks besichtigt. Diese Destinationen sind unter Touristen eher weniger bekannt und werden vor allem von Thais zum Erholen besucht.

Tweechol Botanical Garden
Dieser botanische Garten wurde 1997 errichtet und besitzt eine der grössten Pflanzenkollektionen in Thailand. Der Garten ist etwa 114 Aren gross und liegt etwa 15 Kilometer ausserhalb von Chiang Mai. Sein Zweck besteht darin, Pflanzen auszustellen und zu konservieren, Leute zu bilden, zu Forschen und Menschen beim Erholen zu helfen. Im Garten angekommen konnte man Fahrräder mieten und sich mit diesen durch den Park fortbewegen. Der Park besteht unter anderem aus Hecken, welche zu wunderschönen Tieren geformt sind. So gibt es einen riesigen Affen oder Delphine - ein Dinosaurier befindet sich derzeit noch im Wachstum. Im Park liegt eine Art See, welcher sich mit mehreren Fingern durch den Park schlängelt. Auf diesem See konnten wir mit einem Tretboot herumfahren und einige tolle Augenblicke erleben. Kleine Brücken führen jeweils vom einen Ufer zum anderen. Ein Minizoo beherbergt einige sehr spezielle Vogelarten und auch Kamele. Daneben gibt es auch ein Museum und ein Labyrinth zum Verirren. Nach der Bootsfahrt haben wir die Kakteen und Sukkulenten besichtigt. Diese befinden sich in einem pyramidenartigen Zelt, wo sie schön gedeihen können. Auch habe ich erstmals den Baum gesehen, auf welchem die Drachenfrucht wächst. Weiter sind wir auf einem Pfad gefahren, welcher 72 verschiedene Palmenarten zeigt. Die interessanteste Art ist eine graue Palme, welche keine Farbe hat. Der zweite Pfad hat verschiedene Heilkräuter aus Thailand gezeigt. Diese wurden nach Effekt gruppiert. So gab es zum Beispiel Kräuter gegen Bauchschmerzen oder gegen Fieber. Zum Schluss kamen wir zum Center Point, welcher ein wunderschöner Minipark ist.

Queen Sirikit Botanical Garden
Dieser Park wurde 1993 eröffnet und erhielt ein Jahr darauf die Ehre, den Namen der Königin tragen zu dürfen. Er ist über 1000 Hektaren gross und befindet sich knappe 30 Kilometer ausserhalb von Chiang Mai, bei Mae Rim. Die Fahrt führte aufwärts in die Hügel, wo die Luft noch ein wenig kühler und frischer ist. Wir gingen bereits am morgen und waren somit fast die einzigen Leute im Park. Dieser botanische Garten hat vier Hauptzwecke. Erstens hat er die Funktion Pflanzen zu konservieren. Zweitens soll er Menschen bilden. Drittens fungiert er als Informationzentrum mit einer Referenzkollektion von lokalen und ausländische Pflanzenarten. Viertens soll er zum Verweilen einladen und Erholung spendieren. Der ganze Park liegt an einem Hügel und ist somit sehr steil. Unser Taxi brachte und zuerst ganz zum hinteren Ende des Parkes, wo die Gewächshäuser liegen. Dort gibt es ein Dutzend solcher Glasbauten - jeder mit einer bestimmten Kategorie von Pflanzen. Ich habe ganz spezielle fleischfressende Pflanzen, dessen Blüten über 20 Zentimeter lang sind, entdeckt. Es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, nicht den Finger hineinzustecken. In einem anderen Raum befanden sich alles Pflanzen, welche in Thailand als Glücksbringer gelten. Ich habe die sehr spezielle Erfahrung gemacht, dass ich eine sehr starke Energie fühlte, sobald ich den Raum betrat. Ich denke es war deshalb, weil sich hunderte von diesen Pflanzen an einem Ort befinden und sich der wahrscheinlich (fast) unspürbare Effekt von nur einer Pflanze extrem verstärkt. Das grösste Gewächshaus hatte den tropischen Regenwald als Thema und zeigte einige Riesenpalmen. Die Blätter sind bis zu 2 Meter im Durchmesser. Auch habe ich einige Bananenarten entdeckt. Diese haben wunderschöne Blüten und ganz kleine Bananen, welche nur etwa 2 bis 3 Zentimeter lang werden. Die Form der Früchte ist jedoch gleich wie die der normalen Bananen. Weiter ging es zum Kletterpfad. Während man sich auf diesem Pfad bewegt, sieht man einige verschiedene Kletterpflanzen. Die eindrücklichste war ein Kletterer, dessen Körper (das Ding, an welchem die Blätter wachsen und welches sich den Baum hinaufschlängelt) etwa 5 Zentimeter durchmesser hatte. Zwei andere Pfade (Heilkräuterpfad und Arboretapfad) hatten wir aus Zeitgründen ausgelassen. Der letzte Pfad zeigte einen Steingarten mit speziellen Orchideen und Palmen. Dort sahen wir auch noch den Mae Sa Noi Wasserfall. Danach machten wir uns wieder auf den Nachhauseweg.

Isaans köstliche Schlemmereien

January 2nd, 2009

Soeben hatten wir ein Nachmittagsschlemmen hinter uns. Wir waren in einem sehr bekannten Restaurant, welches Spezialitäten aus dem Isaan auftischt. Wir wurden von mehreren Taxifahrern auf dieses Restaurant aufmerksam gemacht, weshalb wir uns heute an die Gerichte herangewagt haben. Gegessen wird wie in jedem anderen einfachen Thai Restaurant. So hat es viele kleine Tische, um welche sich einige Plastikstühle gesellen. Die Tische sehen zwar sauber aus, jedoch sollte man immer nur aus dem Teller essen. Neben jedem Tisch hat es einen kleinen Servierwagen, auf welchem die Getränke gestellt werden. Bei uns stand natürlich - wie es sich gehört - zwei grosse Biere (wir sind ja schliesslich in den Ferien). Zum Essen gab es folgende Spezialitäten:

  • Som Tam: Dies ist ein Salat aus Papaya Früchten. Hierzu wird eine Papaya in feine Streifen geschält und oft werden ein paar Karottenstreifen dazugemischt. In den Salat werden lange grüne Bohnen, Erdnüsse, getrocknete Crevetten und natürlich Chilis gemischt. Den Salat gibt es in verschiedenen Ausführungen. Statt Nüssen und Crevetten hatte ich eine Krabbe im Salat. Dieser Salat ist normalerweise sehr scharf. Würde man ihn aber ohne Chilis essen, so würde er nicht wirklich schmecken. Seit ein paar Wochen liebe ich dieses Gericht.
  • Gai Yang: Dies ist ein grilliertes Huhn. Dazu werden zwei Saucen serviert, eine süss-scharfe Chilisauce und sehr scharfe braune Sauce.
  • Laab Muu: Muu bedeutet Schweinefleisch. Bei diesem Gericht wird das Schweinefleisch gehackt und gebraten. Dazu wird frischer Knoblauch und frische Zwiebeln gemischt. Gewürzt wird mit ganzen getrockneten roten Chilis und Pfefferminze.
  • Kaw Niaw: In Englisch wird dieser Reis als sticky-rice bezeichnet. Dieser Klebreis wird in kleinen Bambusbehältern serviert und ist somit ganz frisch und warm. Man isst diesen von Hand, da er so klebrig ist, und formt kleine Bällchen, welche man mit einem der obigen drei Gerichte kombinieren kann.

Das Essen hat sehr gut geschmeckt. Da alle Zutaten sehr frisch und gesund ist, fühlt man sich nach einem solchen Essen überhaupt nicht voll und voller Energie.

Bier

January 1st, 2009

Wenn man sich in Thailand aufhält, ist es einem kaum möglich, um sich von einem Glas Bier zu drücken. Obwohl Thailänder nicht als exzellentes Bierbrauervolk bekannt sind, ist hier die Bierkultur dennoch sehr entwickelt. In meinen Augen wurde sehr viel aus Deutschland kopiert. So gibt es zum Beispiel sehr viele Biergärten, die - so glaube ich - aus Deutschland stammen. Auch gibt es in diesen Biergärten oft deutsches Bier zu trinken. Dieses wird dann extra angepriesen: So gibt es beim Night Market in Bangkok - in “Suan Lum” - einen riesigen Biergarten, welcher neben dem lokalen Bier auch Paulaner, Schneiders Weisse oder Erdinger verkauft; in Grossen oder in 2 bis 3 Liter Tower. Doch auch die lokalen Biere sind sehr köstlich, man kann die bekannten Namen auch bei uns beim Fachhändler kaufen.

  • Singha: Das wohl bekannteste Thaibier heisst “Singha Beer”, was übersetzt Löwenbier heisst. Der aktuelle Slogan des Bieres heisst “One Nation. One Beer.” und zeigt einen bekannten Golfspieler, wie er jungen Spielern das Golfen beibringt und wie alle zusammen den Ball bis über die Freiheitsstatue schlagen. Das Bier gibt es überall in Thailand zu kaufen und wird vor allem in Bangkok und von Touristen getrunken. Die ländliche Bevölkerung greift lieber zum “Chang Beer”. Das Bier schmeckt mir köstlich, zumal es sehr gut zum lokalem Essen passt. Da es leicht süss ist, löscht es scharfes Essen prima ab und ergänzt es um den guten Biergeschmack. Auch bei heissem Wetter kann es eiskalt getrunken werden und schmeckt auch ohne Essen dank vollem Geschmack ganz gut.
  • Chang: Der Löwe ist ganz dicht gefolgt vom Elefanten, dem “Chang Beer”. Dieses Bier stammt vom Konkurrenten ThaiBev. Dieses Bier schmeckt ganz anders und hat im Gegensatz zu den 5% Alkohol im Singha starke 6.4% auf dem Kasten. Exportiertes Chang hat jedoch nur 5% Alkohol. Es wird vor allem von der lokalen und ruralen Bevölkerung getrunken, da es günstiger ist. Auch hat es einen herberen Geschmack und ist daher eher ein “richtiges” Bier im Gegensatz zum süsseren und milderen Singha. Dennoch passt es bestens zur Thaiküche und kann auch gut so getrunken werden.
  • Leo: Der Leopard wird auch von der “Boon Rawd Brewery”, welche das Singha braut, hergestellt. Es ist eine günstigere Variante, welche dem Chang Beer Konkurrenz schaffen sollte. Auch dieses Bier schmeckt gut und wechselt sich gut mit dem Singha Beer ab. Es hat einen weniger vollen Geschmack und ist deshalb ideal als Durstlöscher.
  • Archa: Das Pferdebier - trotz des weniger köstlichen Namens - schmeckt nicht allzu schlecht. Das Pferd wurde als Konkurrenten zum Leoparden ins Leben gerufen und wird folglich von ThaiBev gebraut. Es ist eher ein billiges Bier - ich hatte es nur einmal getrunken, als ich bei beim Lisu Village meine Detox-Kur machte (ja, bevor ich die Kur begann). Dieses Bier ist in meinen Augen nicht wirklich eine Erwähnung wert.
  • Federbräu: Ein ganz neues Bier, auch von ThaiBev, heisst Federbräu. Es wurde so produziert, dass es den Anschein erweckt, aus Deutschland zu stammen. Sogar ich hatte zuerst geglaub, es handelt sich um ein deutsches Bier, bis ich von einer Marketingpräsentation des Besseren belehrt wurde. In der Tat wurden deutsche Bierbrauer (wie auch bei Singha und Chang) zu Rat gezogen um das Rezept zu erstellen. Federbräu ist das teuerste lokale Bier und wird auch als Premiumbier vermarktet. Es schmeckt gut - wie ein normales Lagerbier halt schmeckt.
  • Cheers: Gestern habe ich zum ersten Mal das Cheers Beer probiert und es wird auch bei diesem einen Mal bleiben. Es schmeckt überhaupt nicht speziell und der Preis war auch dementsprechend niedrig.
  • Andere: Sehr wahrscheinlich gibt es noch ein paar andere Biere, da man nie alle Biere eines Landes kennt. Wikipedia sagt mir, es geben noch ein “Thai Beer”. In der Tat gibt es noch Singha Light und Chang Light, welche weniger Kalorien aufweisen.
  • Importbiere: Interessanterweise sind San Miguel und San Mig Light sehr populär (neben Heineken). In vielen Nachtclubs gibt es diese Biere zu trinken. Wahrscheinlich möchte San Miguel in Asien Fuss fassen. Auch gibt es an manchen teureren Orten auch das bekannte “Corona Beer” zu trinken, welches aber wie bei uns sehr teuer ist.

Grundsätzlich wird Bier hier aus Flaschen getrunken. Dosen sind eher selten. Flaschen gibt es in zwei - für Europa unkonventionelle - Dosen: 325ml und 640ml. In günstigeren Restaurants wird oft die grössere Flasche bestellt und zwischen den Gästen aufgeteilt. Auch trinken Thailänder ihr Bier mit Eis (aus Wasser) um es vor dem Erwärmen zu bewahren. Normalerweise werde ich jedoch gefragt, ob ich Eis möchte, was ich dann meistens ablehne. Dennoch schmeckt Eisbier nicht so schlecht - einfach wässriger. Als Durstlöscher ist dies sogar positiv, da der Alkohol pro Volumen natürlich abnimmt. Auch macht es Thais nichts aus, das Bier aus Plastikbechern zu trinken, welche wir normalerweise zum Mundspühlen nach dem Zähneputzen benutzen.

Zum Essen schmeckt Bier köstlich, da es als ideale Ergänzung zum scharfen Essen dahsteht. Eigentlich wird gesagt, am besten sei kaltes Wasser, dennoch kann ein kaltes Thaibier ein scharfes Essen aufpeppen, indem es ein wenig Süsse hinzugibt. Hier kommt es ganz auf die Familie an, ob Bier zum Essen getrunken wird. Annchalees Familie und auch die Familie eines Freundes trinken kein Bier zum Essen. Bei ihnen kommt lediglich Wasser auf den Tisch. Jedoch trinken Thais im Allgemeinen viel Bier, denn bei diesen Temperaturen ist ein kaltes Bier nach der Arbeit ideal.

Bis in die 90er Jahre hatte die Boon Rawd Brewery das königliche Bierrecht. Dieses wurde dann jedoch aufgehoben, weshalb sich ThaiBev in das Bierspiel einmischte. Um sein Chang Beer zu verbreiten, wurde jedem Laden aufgezwungen, beim Kauf einer Flasche Mekhong Whiskey einen Karton Chang Beer dazuzukaufen. Da Mekhong Whiskey sehr populär ist, und viele Thais einen Laden meiden würden, wenn er neben Anderem keinen Mekhong Whiskey in Lager hat, haben die Läden Chang Beer dazugekauft. Scheinbar hatten die Leute den günstigen Preis geliebt und das Bier hat ihnen geschmeckt, weshalb Chang Beer im Jahre 2004 über 60% Marktanteil ausweisen konnte. Im letzten Jahr konnte jedoch der Löwe den ersten Platz übernehmen, da das Singha Beer stark vermarktet wurde.

300 Tempel

January 1st, 2009

In Chiang Mai hausen über dreihundert Tempel. Wer alle besichtigen möchte, kann folglich ein ganzes Jahr damit verbringen. Ich habe mir die Mühe genommen, zumindest ein paar davon anzuschauen. Der erste Tempel ist “Wat Phra Singh”. “Wat” bedeutet Tempel auf Thailändisch. Dieser Tempel ist bekannt und befindet sich in der alten Stadt. Ein weiterer Tempel ist der “Wat Doi Suthep”, welcher auf einem nahe gelegenen Hügel liegt. Diesen Tempel hatte ich vor zwei Jahren besucht. Von diesem, im Jahre 1383 errichteten, Tempel aus hat man einen wunderbaren Ausblick über die ganze Gegend. Ein dritter ist der “Wat Chedi Luang”, der sich auch in der alten Stadt befindet. Der Tempel, welcher in 1401 errichtet worden war, wurde von einem Erdbeben teilweise zerstört. “Chedi” bedeutet soviel wie Stupa. Ein Stupa ist ein buddhistisches Monument. Man stellt sich am besten eine Art Felsen vor, auf welchem dann der Tempel steht. Im Stupa befinden sich oft buddhistische Relikte.

Thais gehen oft zum Tempel. Dabei kauft man sich beim Eingang ein Zeremonieset, bestehend aus Räucherstäbchen, einer Kerze, einer Blume und Goldpapier. Zuerst werden die Räucherstäbchen angezündet und zu bestehenden Räucherstäbchen gesteckt. Die Kerze wird dann an einem bestimmten Ort angezündet und hingestellt. Die Blume wird oft neben einem Buddha in einer Vase mit Wasser versorgt. Das Goldpapier schlussendlich wird an einem Buddha aufgeklebt. Jenachdem, welche Probleme man lösen will oder welchen Wunsch man erfüllen möchte, klebt man das Papier an einem anderen Körperteil des Buddhas an. Bevor man den Tempel betritt, müssen die Schuhe ausgezogen werden. Auch muss man auf die korrekte Kleidung achten; Frauen dürfen zum Beispiel keine Shorts tragen (es gibt extra Tücher, welche sie sich umbinden können). In gewissen Tempeln wird Frauen den Zutritt verweigert. Bei allen Tempeln leben Mönche, welche ausser einem gelben/orangen Gewand und Sandalen nichts tragen. Die Mönche, egal welchen Alters, sind hoch respektiert. So sollte man ihnen immer Vortritt gewähren oder den Sitzplatz im Bus freigeben. Auch ist es unter keinen Umständen erlaubt, dass sie oder ihr Gewand von einer Frau berührt werden. Ansonsten würde der Mönch beschmutzt. Vor allem in Bangkok sieht man oft, wie eine Frau zur Seite steht und wartet bis ein Mönch vorbei ist, um kein Risiko einzugehen. Zum Beten kniet man sich vor dem Buddha nieder und wiederholt dreimal die drei “Wai”. Ein Wai ist eine gängige Begrüssung in Thailand. Dazu werden die Handflächen vor der Brust zusammengebracht und man verbeugt sich leicht. Dieser Gruss ist sehr wichtig, da er Höflichkeit und Respekt zeigt. Jedoch sollte man nicht zu sozial niedrigeren Personen ein “Wai” aussprechen. Zum Beispiel ist es unangebracht, im Restaurant oder in einem Laden ein “Wai” auszusprechen (ausser evtl. dem Koch vom Restaurant). Es reicht mündlich seinen Dank auszusprechen. Grundsätzlich gilt, je tiefer man den Kopf neigt, desto höflicher ist der Gruss. Beim Gebet gibt es nun drei verschiedene “Wai”. Der erste Wai wird zur Brust gemacht und der zweite Wai zum Kopf. Der erste heisst Annchalee (von wo meine Freundin ihren Namen hat), der zweite heiss Wan Tha. Der letzte wird zum Boden gemacht und entspricht einer traditionellen Verbeugung, so wie wir sie aus dem Fernsehen kennen (beide Hände und der Kopf am Boden) und nennt sich Aphi Waat.

Nebem dem Gebet gibt es noch andere Zeremonien, welche man in einem Tempel machen kann. So kann man sich zum Beispiel von einem Mönch mit Wasser segnen lassen. Danach wird einem ein weisses Stoffbändchen um das Handgelenk gebunden, welches Glück bringen soll. Dieses darf man auf keinen Fall abtrennen sondern muss warten, bis es auf eine “natürliche” Art und Weise abfällt. Thais zerstören dann das Bändchen bis zum letzten Faden, sodass die Natur dem Bändchen dann schnell den Rest geben kann. Auch gibt es Zukunftsvorhersagen und andere buddhistische Traditionen, welche ich aber erstens nicht verstehe, da sie komplett in Thai sind und mit der westlichen Tradition überhaupt nicht verwandt sind. Um mehr darüber herauszufinden müsste ich für eine Weile als Mönche in einem Tempel leben, was durchaus möglich ist. Was man aber sehr schnell herausfindet ist, dass in allen Tempeln monetäre Spenden sehr willkommen sind.

Chiang Mai

December 28th, 2008

Um dem enormen Verkehr aus Bangkok zu entkommen, haben wir uns für zehn Tage nach Chiang Mai zurückgezogen. Die Stadt ist mit 150000 Einwohnern die grösste Stadt des Nordens; die Region um Chiang Mai hat eine gute Million Einwohner. Die Stadt ist die modernste Stadt nach Bangkok. Der Kern der Stadt ist die Altstadt, welche von Stadtmauern und einem Wassergraben umgeben ist. Hier gibt es ein Dutzend Tempel, viele kleine Restaurants, Coffeeshops, Hotels und einen Sonntagsmarkt. Das Leben der Stadt spielt sich heutzutage jedoch ausserhalb der Stadtmauern ab. Am Abend findet der sehr bekannte Night Market und Night Bazaar statt. Der Night Market besteht aus dutzenden Restaurants, welche sich mit guten Fischen und Meeresfrüchten oder nordischen Spezialitäten anpreisen. Der Night Bazaar, welcher sich gleich an den Night Market anschliesst, besteht aus hunderten kleinen Ständen, welche Kleider, Taschen, handgefertigte Kunstwerke, etc. anpreisen. Einen Teil der Dinge ist natürlich gefälscht: Lacoste Shirts, Fussball Kleider oder Uhren. Die Verkäufer sind alle recht freundlich, jedoch muss man immer um den Preis verhandeln, da man sonst zu viel bezahlt. Ein Kunstwerk für 1000 Baht kann man sicherlich für 600-700 Baht ergattern. Die Regel ist hier, dass man den halben Preis des ursprünglichen Preises vorschlagen soll. Man landet dann irgendwo dazwischen. Man muss aber hier ein wenig Feingefühl haben, denn nicht bei allen Ständen ist es angebracht, um den Preis zu verhandeln.

Auch kulinarisch hat der Norden einiges zu bieten. Es gibt ganz viele Spezialitäten, welche mir besonders schmecken. “Nam Prik Ong” zum Beispiel besteht aus einer Art Chili-Tomaten-Paste und verschiedenem rohen oder gekochtem Gemüse, welches dann mit der Paste und Reis gegessen wird. Ich werde dann später ausführlich über unsere kulinarischen Abenteuer (westlich und thailändisch) berichten.

Unser Hotel, “Holiday Garden Hotel & Resort“, befindet sich an einer Hauptstrasse, welche immer sehr stark befahren ist. Dabei fällt natürlich das Entkommen aus dem Verkehr etwas schwer. Dank einer Preisreduktion von fast 50% lohnt es sich jedoch schon. Auch das Thaibox-Training befindet sich gleich um die Ecke. Die erste Nacht mussten wir in einem Zweibett-Zimmer verbringen und auch das Zimmer selbst war sehr dürftig. Die Decke über der Dusche scheint schonmal eingebrochen und wieder repariert worden zu sein, wobei sich einen Teil schon wieder ein wenig gelöst hatte. Am zweiten Tag habe ich dann um einen Zimmerwechsel gebeten und allem Anschein nach, haben wir gratis eine bessere Klasse erhalten: Doppelbett, ein wenig grösser, bessere Aussicht und eine intakte Decke. Das Hotel selbst ist aber sehr schön. Es hat einen kleinen aber schönen Garten mit modernem Swimmingpool, in welchem man sich nach einem Sonnenbad abkühlen kann. Zur Zeit hat es sehr viele Thailänder, welche scheinbar einen Kongress abhalten. Dieser findet täglich im Kongressraum des Hotels statt. Viele Firmen aus Bangkok veranstalten ihre Seminare oder Kongresse in Chiang Mai. Ich nehme an, sie tun dies wegen dem angenehmen Wetter, der schönen Stadt, den etwas günstigeren Hotels und dem etwas ruhigeren Leben als in Bangkok.

Hier bewegt man sich am besten per Tuk-Tuks fort. Dies sind Dreiräder, welche von einem Motor angetrieben werden. Diese Fahrzeuge gibt es überall in Thailand, in Chiang Mai jedoch besonders viele, da es hier fast keine normalen Taxis gibt (im Gegensatz zu Bangkok). Jedoch gibt es hier “Songthaew”, das sind rote, umgebaute Pickup-Trucks, welche eine überdachte Ladefläche und dessen Bänke Platz für 12 Personen bieten. Auch sieht man oft Ausländer mit einem Fahrrad, da sich der Verkehr in Chiang Mai sehr in Grenzen hält; lediglich einige wenige Hauptstrassen sind stark befahren. Gestern waren wir in einem Tuk-Tuk mit einem Haasen. Da die Freundin des Fahrers keine Zeit für ihren Haasen hat, hat er den Haasen auf die Sitzbank gesetzt und mit einer Kette angebunden. Somit sitzt der Haase den ganzen Tag auf der Sitzbank und kann von allen Gästen gestreichelt und bewunder werden. Unglücklicherweise (und zu meinem Vergnügen) hat er Annchalee auf den Schoss geschissen. Glück im Unglück: Die Haasenkacke ist sehr trocken und hinterlässt keine Nassen Spuren…

Prinzipiell kann man von Chiang Mai aus sehr viele Dinge unternehmen. Zum einen gibt es viele Trekking-Angebote, welche auf eine ein bis drei tägige Tour in den Jungel einladen. Dies haben ich und Janis vor drei Jahren bereits unternommen. Die Wanderungen sind sehr schön, jedoch sind die Gruppen zu gross, und der Abenteuereffekt hält sich stark in Grenzen. Vor einem Jahr waren wir in “Pai”. Das ist ein Ort in den Hügeln von Chiang Mai, in der Nähe zur burmesischen Grenze. Dort leben viele Hippies und nur etwa 2000 Thais. Somit ist man wirklich sehr von der Zivilisation abgeschottet und kann das natürliche Leben sehr gut geniessen. Chiang Mai bietet auch sehr viele Resorts an, welche sich ein paar Duzend Kilometer ausserhalb der Stadt befinden. Dort kann man sich wunderbar entspannen, ist dann jedoch wirklich weg von jeglichen Aktivitäten, da es ausser dem Hotel dann nichts anderes gibt. Wir haben jedoch beschlossen, für diese Zeit in Chiang Mai zu bleiben, so dass wir uns auch gut entspannen können.

Fang den Fisch

December 28th, 2008

Gleich nach Ende der Prüfungen an der Uni sind wir nach Nakhon Ratchasima (oder auch Korat) gereist. Diese Stadt liegt in Isan, dem Nordosten von Thailand. Mit gut 167000 Einwohnern ist dies die dritt-grösste Stadt im Land und gilt als Zugang zu Isan. Isan ist der Name der Region des Nordostens von Thailand und grenzt an Laos und Cambodia an. Die Leute sprechen die Sprache “Isan”, welche von manchen Menschen als Dialekt von Laos angeschaut wird. Jedoch wird die thailändische Schrift benutzt. In Korat jedoch wird noch Thailändisch gesprochen, da die Stadt im Westen von Isan liegt. Am besten gelangt man von Bangkok aus per Bus nach Korat - die Fahrt dauert gute drei Stunden. In der Stadt gibt es zwei Busbahnhöfe, einen alten und einen neuen. Viele Busse stoppen bei beiden Bahnhöfen. Wir sind in Korat nur umgestiegen und haben dann einen farbigen Bus genommen, der uns zu Annchalees Zuhause gefahren hat.

Die Fahrt dauert knappe zwei Stunden, da der Bus oft hält, damit Fahrgäste ein- oder aussteigen können. Der Bus fährt die halbe Zeit auf einer Überlandstrasse und biegt dann nach knapp einer Stunde auf eine schmalere Strasse ab. An dieser Strasse hat es viele kleine Dörfchen, welche von Reisfeldern abgetrennt wurden. Zu dieser Jahreszeit wurde der Reis bereits geernet, so sind die Felder nun trocken und gelb. Dieser Anblick ist wunderschön, vor allem da er vom gewohnten grünen Thailand abweicht.

Annchalees Familie lebt in einem Dörfchen mit etwa 250 Einwohnern. Die meisten Menschen in Isan sind Reisbauern oder sonstige Farmer. Die Familie lebt in drei Häusern, welche von einem kleinen Reisfeld von der Strasse abgetrennt sind. Ihre Eltern leben mit zwei Tanten und einem Onkel zusammen. Auch Annchalees sechs jähriger Neffe lebt bei ihren Eltern. Dieser geht jeden morgen in die Primarschule, welche nur knappe zehn Gehminuten vom Haus entfernt ist. Die Mutter ist traditionell die erste Person, welche am morgen aufsteht und gleich anfängt zu kochen, damit die ganze Familie nach Sonnenaufgang das Frühstück in Angriff nehmen kann. Bei allen Mahlzeiten gibt es Reis oder ab und zu Nudeln. Der Vater bringt dann den Neffen mit dem Töff zur Schule. Danach wird entweder auf dem Feld gearbeitet oder zu Hause Dinge erledigt. Hier gibt es eine strickte Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau. Wenn es nichts zu tun gibt, sitzt man in einer offenen Bambushütte und schläft oder quatscht mit Familie oder Freunden, welche sich im Laufe des Tages auch unter die Bambushütte setzen.

Am ersten Tag habe ich mit den Tanten Karten gespielt. Nach ein paar Runden habe ich das Spiel dann auch begriffen. Am zweiten Tag mussten wir am morgen früh aufstehen, da wir fischen gegangen sind. Wir sind mit anderen Leuten vom Dorf mit dem Auto zu einem nahe gelegenen Reisfeld gefahren. Von dort aus haben wir eine kleine Wanderung durch die Agrarlandschaft unternommen, bis wir bei einem kleinen Wald angekommen sind. Die Männer haben sich sogleich in den Schlamm gestürzt - um Fische zu fangen. Dies geschieht lediglich mit den Händen. Sehr wahrscheinlich hatte es dort mehr Wasser, als die Reisfelder noch nass waren. Da das Wasser jetzt immer mehr verdunstet, kann man die Fische von Hand fangen. Die Männer haben in einer guten Stunde über hundert Fische gefangen, welche zwischen 20 und 30 cm lang waren. Die Frauen hingegen haben sich hingesetzt, zugeschaut und Witze über die Männer gerissen. Eine Tante hat für mich einen Fisch grilliert. Jedoch gab es dann einen kleinen Disput darüber, dass diese Tante sich erlaubte, bereits zu kochen, obwohl sonst niemand gegessen hat.

Es war eine sehr spannende Erfahrung, der ländlichen Kultur etwas näher zu kommen. Besonders der Ausflug zum Schlammtümpel war spannend, da ich so eine wunderbare Landschaft gesehen habe und den Thais beim Arbeiten zuschauen konnte.

10 Megapixel

December 19th, 2008

Gestern abend habe ich mir eine neue Kamera gekauft. Ursprünglich hatte ich mir gedacht, meine alte Kamera würde dieses Austauschjahr noch überleben, jedoch habe ich nach ein paar nächtlichen Bildern die Geduld verloren. Bei wenig Licht werden die Bilder so schlecht, dass es heutigen Ansprüchen nicht mehr genügt. Da wir am Sonntag für knappe vier Wochen verreisen werden, habe ich den Kamerakauf vorverlegt, so dass ich bei der langen Reise bereits profitieren kann.

In Thailand gibt es prinzipiell vier gängige Möglichkeiten, um an ein elektronisches Gerät heranzukommen:

  • IT-City: Eine thailändische Kette, welche nur Elektronik verkauft. Darunter Computer, Mobiltelefone, TVs und auch Kameras. Die Shops befinden sich meistens im obersten Stock eines grossen Einkaufszentrums. Es finden sich nicht allzu viele Geräte auf einem sehr grossen Raum, wodurch der Shop sehr aufgeräumt wirkt. Auch das Personal ist zurückhaltend und sehr informiert.
  • Powerbuy: Die Kette aus den USA befindet sich auch in Einkaufszentren. Hier hat es oft sehr viel Personal, welches herumsteht. Es gibt einiges mehr an Produkten auf selbem Raum und der Shop ist daher recht eng.
  • Indivuelle Shops: Oft gibt es kleine Shops von bestimmten Marken oder für ein bestimmtes Produkt (Kamera, Laptop, etc.). Im Pantip Plaza gibt es tausende solcher Shops, weshalb jenes Einkaufszentrum auch als “Computer Zentrum” gilt. Diese Shops geben oft einen grossen Rabatt auf die Produkte, jedoch sind die original Preise auch oft höher als z.B. in IT City.
  • Markt: Auch auf dem Markt werden Mobiltelefone, Memorysticks und ähnliches verkauft. Das sind oft sehr kleine Stände, welche ein Sammelsurium an Geräten anbieten. Hier hat man aber die Möglichkeit, an ein günstiges Gebrauchthandy heranzukommen - man kann auch sein altes Handy (je nach Zustand) verkaufen.

Ich habe mich für IT City entschieden. Ich hatte bereits meinen Bildschirm, meine kleine Harddisk und meinen Drucker dort gekauft und hatte gute Erfahrungen gemacht. Wie beim Drucker hat mich der Verkäufer zu einem anderen Produkt umgestimmt. Scheinbar wissen die Leute dort wirklich gut Bescheid und haben oft ein günstigeres oder besseres Produkt im Angebot. Ich wollte mir eine Sony Kamera kaufen, bin jedoch mit einer Ricoh Kamera aus dem Laden gegangen. Dies deshalb, da die Kamera eine viel bessere Qualität für den selben Preis bietet. Dafür ist sie grösser, weniger kompakt und sieht schlechter aus. Aber heh, eine Kamera muss nicht auf den Laufsteg!

Wenn man bei IT City ein Produkt kauft, geht das mindestens eine Viertelstunde. Nach Auswahl des Produktes wird man gebeten sich hinzusetzen. Dann bezahlt man. Das bedeutet, man gibt der Bedienung das Geld oder die Kreditkarte und wartet bis die Bedienung zurückkommt, natürlich mit Wechselgeld. Nach eine kurzen Wartezeit wird das Produkt an den Tisch gebracht und ausgepackt. So sieht man, dass alles vollständig ist. Auch wurde meine Kamera (und auch mein Drucker) an den Strom angeschlossen und ausprobiert. Der Verkäufer hatte uns dann die wichtigsten Funktionen der Kamera gleich gezeigt. Nachdem ich drei Garantieformulare unterschrieben hatte, wurde die Kamera wieder sauber eingepackt. Als Bonus hatte ich noch ein Stativ, ein Kamerareinigungskit, eine Schutzfolie und einen 2GB Memorystick dazuerhalten.

Die Kamera selbst hat mich sehr überzeugt - jedoch bin ich hier kein Experte und habe den Informationen aus dem Internet und dem Verkäufer vertraut. Jedoch sollte ich so im Januar einige tolle Bilder mit nach Hause bringen können. Wer sich einen Eindruck der neuen Kamera verschaffen kann, findet Informationen unter folgendem Link: Ricoh R8

Photos: “Exchange Year in Bangkok”

December 14th, 2008

There is a new photo gallery available. It contains assorted photos taken during my stay here in Bangkok. I will update the gallery regularly, so feel free to have a look every other day. In this gallery I will put all the photos, for which I cannot create an extra gallery (too few pictures or a too loose connection between them). Therefore, you will find no clear structure among the shots mainly taken in Bangkok.

Photos: “Trip to Singapore”

December 14th, 2008

Nearly forgotten - I finally uploaded the photos from my trip to Singapore. I have been there this October, so they are not that new. Anyway, you can access them in the photos section of my website.

International Financial Management

December 12th, 2008

Description

The course introduces the financial management for international business and its international economic environment such as international monetary system, the balance of current account, the balance of payment, the foreign exchange market. Topics included are the application of financial instruments and derivatives in the international financial risk management as well as the roles of international financial institutions such as International Monetary Fund (IMF), World Bank, and international financial corporations.

Documents

The assignment in this class was to test the interest rate parity (IRP) and purchasing power parity (PPP) between China and the United States. We used Datastream to obtain the needed data and then tested the relations using the statistical software “Q”.

Paper “IRP & PPP”

Textbook

Eun, C., & Resnick, B. (2007). International Financial Management. McGraw-Hill.

Teaching

Assistant Prof. Dr. Sarayut Nathaphan, Thammasat University

Grade

A