In der Umgebung von Chiang Mai finden sich einige wunderschöne Gärten, welche zum Verweilen einladen. Denn das etwas kühlere und weniger drückende Wetter im Norden führte zur Existenz tausendenden Pflanzenarten. In den letzten beiden Tagen haben wir zwei dieser Parks besichtigt. Diese Destinationen sind unter Touristen eher weniger bekannt und werden vor allem von Thais zum Erholen besucht.
Tweechol Botanical Garden
Dieser botanische Garten wurde 1997 errichtet und besitzt eine der grössten Pflanzenkollektionen in Thailand. Der Garten ist etwa 114 Aren gross und liegt etwa 15 Kilometer ausserhalb von Chiang Mai. Sein Zweck besteht darin, Pflanzen auszustellen und zu konservieren, Leute zu bilden, zu Forschen und Menschen beim Erholen zu helfen. Im Garten angekommen konnte man Fahrräder mieten und sich mit diesen durch den Park fortbewegen. Der Park besteht unter anderem aus Hecken, welche zu wunderschönen Tieren geformt sind. So gibt es einen riesigen Affen oder Delphine - ein Dinosaurier befindet sich derzeit noch im Wachstum. Im Park liegt eine Art See, welcher sich mit mehreren Fingern durch den Park schlängelt. Auf diesem See konnten wir mit einem Tretboot herumfahren und einige tolle Augenblicke erleben. Kleine Brücken führen jeweils vom einen Ufer zum anderen. Ein Minizoo beherbergt einige sehr spezielle Vogelarten und auch Kamele. Daneben gibt es auch ein Museum und ein Labyrinth zum Verirren. Nach der Bootsfahrt haben wir die Kakteen und Sukkulenten besichtigt. Diese befinden sich in einem pyramidenartigen Zelt, wo sie schön gedeihen können. Auch habe ich erstmals den Baum gesehen, auf welchem die Drachenfrucht wächst. Weiter sind wir auf einem Pfad gefahren, welcher 72 verschiedene Palmenarten zeigt. Die interessanteste Art ist eine graue Palme, welche keine Farbe hat. Der zweite Pfad hat verschiedene Heilkräuter aus Thailand gezeigt. Diese wurden nach Effekt gruppiert. So gab es zum Beispiel Kräuter gegen Bauchschmerzen oder gegen Fieber. Zum Schluss kamen wir zum Center Point, welcher ein wunderschöner Minipark ist.
Queen Sirikit Botanical Garden
Dieser Park wurde 1993 eröffnet und erhielt ein Jahr darauf die Ehre, den Namen der Königin tragen zu dürfen. Er ist über 1000 Hektaren gross und befindet sich knappe 30 Kilometer ausserhalb von Chiang Mai, bei Mae Rim. Die Fahrt führte aufwärts in die Hügel, wo die Luft noch ein wenig kühler und frischer ist. Wir gingen bereits am morgen und waren somit fast die einzigen Leute im Park. Dieser botanische Garten hat vier Hauptzwecke. Erstens hat er die Funktion Pflanzen zu konservieren. Zweitens soll er Menschen bilden. Drittens fungiert er als Informationzentrum mit einer Referenzkollektion von lokalen und ausländische Pflanzenarten. Viertens soll er zum Verweilen einladen und Erholung spendieren. Der ganze Park liegt an einem Hügel und ist somit sehr steil. Unser Taxi brachte und zuerst ganz zum hinteren Ende des Parkes, wo die Gewächshäuser liegen. Dort gibt es ein Dutzend solcher Glasbauten - jeder mit einer bestimmten Kategorie von Pflanzen. Ich habe ganz spezielle fleischfressende Pflanzen, dessen Blüten über 20 Zentimeter lang sind, entdeckt. Es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, nicht den Finger hineinzustecken. In einem anderen Raum befanden sich alles Pflanzen, welche in Thailand als Glücksbringer gelten. Ich habe die sehr spezielle Erfahrung gemacht, dass ich eine sehr starke Energie fühlte, sobald ich den Raum betrat. Ich denke es war deshalb, weil sich hunderte von diesen Pflanzen an einem Ort befinden und sich der wahrscheinlich (fast) unspürbare Effekt von nur einer Pflanze extrem verstärkt. Das grösste Gewächshaus hatte den tropischen Regenwald als Thema und zeigte einige Riesenpalmen. Die Blätter sind bis zu 2 Meter im Durchmesser. Auch habe ich einige Bananenarten entdeckt. Diese haben wunderschöne Blüten und ganz kleine Bananen, welche nur etwa 2 bis 3 Zentimeter lang werden. Die Form der Früchte ist jedoch gleich wie die der normalen Bananen. Weiter ging es zum Kletterpfad. Während man sich auf diesem Pfad bewegt, sieht man einige verschiedene Kletterpflanzen. Die eindrücklichste war ein Kletterer, dessen Körper (das Ding, an welchem die Blätter wachsen und welches sich den Baum hinaufschlängelt) etwa 5 Zentimeter durchmesser hatte. Zwei andere Pfade (Heilkräuterpfad und Arboretapfad) hatten wir aus Zeitgründen ausgelassen. Der letzte Pfad zeigte einen Steingarten mit speziellen Orchideen und Palmen. Dort sahen wir auch noch den Mae Sa Noi Wasserfall. Danach machten wir uns wieder auf den Nachhauseweg.