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Rangsit

Monday, June 15th, 2009

40 Kilometer nördlich von Bangkok befindet sich der Vorort Rangsit. Der alte Flughafen Don Mueang befindet sich dort. Am besten gelangt man per Autobahn, wessen Netz sich auf mehreren Metern Höhe über die ganze Stadt verteilt, zu diesem Aussenbezirk. Im Zentrum von Rangsit befindet sich Future Park, ein riesiges, modernes Einkaufszentrum. Dort findet man alle bekannten Fastfood-Ketten, Kleiderläden und Department Stores. Wenn man die Strasse überquert kommt man zu Major Cineplex, ein Multiplex-Kino, wo es z.B. gute Schweinshaxen zu essen gibt.

Ich war in Rangsit am Muay Thai Institute für gute drei Wochen. Dort habe ich die Kurse Muay Thai 1 und 2 besucht. Das Institut ist das einzige Gym, das vom Sportministerium anerkannte Diplome im Thaiboxen ausstellen darf. Die Kurse dauerten je 40 Stunden, wobei man zweimal am Tag je 2 Stunden trainiert. Das Institut vermietet auch Zimmer, wobei man besser in einem Hotel in der Nähe übernachtet, da es wahrscheinlich günstiger kommt und man ein besseres und ruhigeres Zimmer erhält (gleich neben dem Institut wird täglich geschweisst). So durfte ich jeden morgen um halb 7 aufstehen und mich zum morgentlichen Training begeben. Danach ging ich normalerweise zum Markt, der etwa zehn Gehminuten vom Insitut entfernt liegt. Dort gibt es auch das Einkaufszentrum Makro, ein Grosshändler, wo Thais ihre Lebensmittel für ihre Essenstände herkriegen. Auf dem Markt gibt es u.a. Nudelsuppe oder Huhn auf Reis. Dieses Essen kostet 30 Baht (1 Franken) und schmeckt ganz gut. Das Besteck nimmt man aus einem Sammeltopf, wo sich z.T. noch nasses Besteck befindet. Leider befinden sich manchmal Ameisen im Zucker – man muss einfach ein bisschen Ausschau halten. Die Verkäufer haben schnell mit mir zu reden begonnen, was ich hier mache, wieso ich Thai könne, wann ich wieder nach Hause gehe… Möchte man etwas trinken, nimmt man einfach ein Glas (von welchem bereits andere getrunken haben), füllt es mit Eis (aus einem grossen Behälter) und schenkt sein Getränk ein (Wasser aus dem Topf oder eine Flasche Cola, die man selber öffnet). Getrunken wird mit einem (frischen) Strohhalm. Das Wasser ist normalerweise eingefangenes Regenwasser.

Das Training war gut, jedoch anders als in einem Gym. Die Schule hat ein Programm für jedes Trainingsniveau. Somit kann es schnell ein wenig eintönig werden, besonders auf den ersten beiden Stufen. Die dritte Stufe dürfte dann ein wenig interessanter werden. Jedoch ist es gut, die Basis nochmals strukturiert und klar zu lernen. In den Gyms wird hier und da etwas an der Technik korrigiert, jedoch lernt man nie von Grund auf, da man mit allen Schülern zusammen trainiert. Auch konnte ich gut von meinem Thai Gebrauch machen und mich mit den Trainern unterhalten.

Ein besonders spannender Trainer war Moo (Doktor in Thai), ein grosser und breiter Mann in den Dreissiger, welcher bereits hunderte von Kämpfe und ein Sportmedizinstudium hinter sich hat (er ist scheinbar der einzig studierte Thaiboxer). Wir gingen mehrmals zum Future Park um uns die Bäuche an einem Buffet vollzuschlagen. Am letzten Abend (ich hatte die Prüfung für Niveau 2 am nächsten morgen) gingen wir gemeinsam Essen auf dem Markt (nord-östliches Thai Essen). Danach ging es in einen Nachtclub, der sich gleich neben dem Institut befindet. Wie üblich, trinkt man gemeinsam Whiskey und bevor man es merkt ist es bereits sechs Uhr morgens. Zum Schluss: Moo kann deshalb am Wochenende in den Ausgang (und muss nicht trainieren), weil er keinen Gegner zum Kämpfen findet. Thais sind nicht so schwer wie er, die Ausländer möchten ihn nicht als Gegner haben. Aussehen tut er eher wie ein Doktor als ein Thaiboxer – doch der Schein täuscht…

Muay Thai

Sunday, March 15th, 2009

Der Kampf
Muay Thai, Thaiboxen auf Deutsch, ist die Nationalsportart in Thailand. Der Sport entstand aus mehreren Kampfkünsten, u.a. Muay Boran, welche bereits vor tausenden von Jahren in dieser Gegend praktiziert wurden. In altertümlichen Zeiten wurde noch ohne Boxhandschuhe gekämpft – jedoch hat sich das in der moderneren Zeit zugunsten der Gesundheit der Kämpfer geändert. Kämpfe kann man in ganz Thailand anschauen; die beiden bekannten Boxstadien, Lumpini und Rachadamnoen, befinden sich jedoch in Bangkok. Wir waren kürzlich im Lumpini Stadium und haben uns einen Abend lang Kämpfe angeschaut. Für Touristen ist der Preis sehr hoch; ein Ticket in Ringnähe kostet knappe 70 Franken. Thais sitzen nicht nahe am Ring – ausser den Trainern – sonder befinden sich weiter hinten, jolend und wettend. Für ein Ticket erhält man jedoch mehrere Stunden Unterhaltung. So konnten wir insgesamt neun Kämpfe bestaunen. Zuerst kämpfen die jüngeren Boxer, dann hebt sich das Niveau bis zum Hauptkampf vom Abend. Für die jüngeren Teilnehmer beinhaltet ein Kampf drei Runden à zwei Minuten. Die erwachsenen Kämpfer müssen ein bisschen länger auf die Zähne beissen – hier dauert ein Kampf ganze fünf Runden à drei Minuten. Bei uns kam es zu drei frühen Kampfabbrüchen, einmal wegen einem K.O. durch eine starke Gerade, ein anderes Mal weil der eine Kämpfer nicht mehr stehen konnte, da er zuviele tiefe Kicke aufs Bein einstecken musste, und ein drittes Mal wegen einem K.O. durch mehrere Ellbogenschläge auf den Kopf. Dies tönt recht brutal, jedoch sind dies auch alles professionelle Kämpfe. Die Boxer zeigen auch starken Respekt zum Gegner. So wärmen sich beide Kämpfer vor Kampfbeginn im Ring auf, indem sie bestimmte Bewegungsformen praktizieren. Dazu wird traditionelle Musik gespielt, was während dem ganzen Kampf fortgesetzt wird. Techniken in Muay Thai beinhalten normale Boxtechniken, runde Kicks, wobei mit dem Schienbein geschlagen wird, gerade Kicks, Ellbogenstösse und Kniestösse. Insgesamt gibt es über hundert Angriffs- und Verteidigungstechniken, wobei man bei Kämpfen vor allem die einfachen, direkten und effektiven Standardtechniken sieht.

Das Training
In Thailand erhält man an vielen Orten die Möglichkeit Muay Thai zu trainieren. In solchen Gyms hat es oft ehemalige bekannte Kämpfer, welche sich zur Ruhe gesetzt haben und mit neugierigen Touristen Geld verdienen können. Natürlich hat es nicht nur neugierige Touristen, sondern auch bekannte westliche Kämpfer, welche sich in Thailand auf einen wichtigen Kampf vorbereiten möchten. Auch hat es neue Talente, welche von einem erfahrenen Kämpfer trainiert werden. Allerdings sind die Gyms, welche viele junge Thais beherbergen, oft nicht für Touristen zugänglich. Mir wurde gesagt, dies sei der Fall, da diese Gyms natürlich möchten, dass man für sie kämpft. Dazu braucht es ein langes Training, wobei die meisten Ausländer zuwenig lang hier sind, um für ein solches Gym profitabel zu werden. Da die meisten Ausländer nur kurz hier sind, wäre es natürlich für die lokalen Schüler schlecht, wenn sich die Mannschaft ständig ändert. Im Gym, in welchem ich trainiere, hat es auch sehr bekannte ehemalige Kämpfer, darunter Sor Vorapin. Dieser Mann ist sehr gross und schwer und ist daher eine Ausnahme in Thailand, da die meisten Boxer eher schmal und leicht sind. Insgesamt hat das Gym etwa 10 Trainer, wobei bei einem Training etwa die Hälfe davon anwesend sind. Es hat vor allem Touristen, aber auch ab und zu ein paar Thais, welche den Sport als Hobby betreiben und wahrscheinlich bei einem Thai-Gym nicht mitmachen könnten. Das Training ist relativ teuer, so kostet ein einzelnes Training 10 Franken. Man kann zweimal am Tag, sieben Tage in der Woche vorbeischauen, wenn man die Energie dazu hat. Ein Training dauert zwei Stunden und beginnt mit 15 Minuten Seilspringen, einem gemeinsamen Aufwärmen, Pratzentraining (Pratzen sind eine Art Stoff/Lederkissen, welche der Trainer hält und in die man reinschlägt oder kickt) mit einem Trainer, Training am Sandsack und dann je nach Tag Sparring (Sparring ist ein leichter Trainingskampf) mit anderen Schülern oder ab und zu mit einem Trainer, je nach Lust und Laune dieser. Am Schluss gibt es noch ein gemeinsames Ausdauer- und Auswärmprogramm. Das Training ist sehr professionell, jedoch wird man zuwenig gefördert, da es halt eher zum Spass ist. Es hat ein bekannter Kämpfer aus Schweden hier, der in Bangkok kämpft, und welcher von den Trainern gefördert wird. Jedoch macht es Spass und man hat die Möglichkeit, sehr viel zu lernen.

Maturaarbeit & Projektarbeit

Friday, October 3rd, 2008

Auf der alten Website war die Seite “Files” verfügbar, auf welcher ich zahlreiche Arbeiten zum Anschauen zur Verfügung gestellt hatte. Auf der neuen Seite fehlt diese Kategorie – absichtlich. Der Blog soll nun diese Seite ersetzen. Die Kategorie “Downloads” enthält ab sofort alle Dateien, welche heruntergeladen werden können. Zudem wird diese Kategorie noch in Unterkategorien unterteilt. Momentan sind zwei Unterkategorien vorhanden: University und Videos.

Die ersten beiden Dateien, welche ich zur Verfügung stelle sind meine beiden Arbeiten aus der Zeit am Gymnasium.

 

Projektarbeit

Die Projektarbeit war eine Vorbereitung für die Maturarbeit und wurde in einer 4er Gruppe bearbeitet. Unsere Gruppe bestand aus Michael, Lotti, Bernhard und mir und wir schrieben die Arbeit im Fach Biologie/Chemie. Unser Thema war die Analyse der Wasserqualität des Machbaches und der Birsig im Jahre 2004.

Note: 5.5 (Paper), 5.75 (Präsentation)

 

Maturarbeit

Die Maturaarbeit galt als Zulassung für die Schlussprüfungen der Matura – neuerdings wird die Note aber auch direkt in das Abschlusszeugnis mit einfliessen. Diese Arbeit musste selbständig erarbeitet werden; man erhielt jedoch Unterstützung von einer Lehrperson aus dem Fach. Ich bearbeitete das Thema “Kampfsport” und entwickelte eine “eigene” Sportart. Ich befasste mich dabei intensiv mit physikalischen Gesetzen sowie der Trainingslehre aus dem Kraft- und Ausdauertraining.

Note: 6.0 (Paper), 6.0 (Präsentation)

Muay Thai Training

Tuesday, September 2nd, 2008

Gar nicht erwähnt hatte ich das Thaiboxtraining. Ich bin bis jetzt schon 13mal im Training gewesen, d.h. ich gehe 3mal pro Woche. Das Gym ist in der Nähe der Uni, an der Khao San Road; das ist eine Strasse mit vielen Hotels, Geschäftern, Kleiderständen, kopierten CDs und DVDs, Restaurants etc. vor allem für Bagpacker. Es hat dementsprechend auch viele Touristen beim Training. Die Trainer – es sind immer zwischen 2 und 4 anwesend – sind aber sehr berühmte ehemalige Kämpfer und gehörden zu den besten im Land. Der eine Trainer geht auch ab und zu in die Schweiz – er kam letzte Woche von einem Aufenthalt zurück. Das Training findet jeden Tag von 0730-0930 und 1500-1700 statt. Ich gehe oft am morgen, da es dann weniger Leute hat. Das Training am morgen ist aber ein bisschen weniger hart als das am Nachmittag.

Man beginnt mit 10-15 Minuten Seilspringen, dann gibt es ein Einwärmprogramm mit dem Trainer und danach gibt es ein 1 zu 1 Training mit einem Trainer. Hierbei hält der Trainer Pads (Pratzen) und hat einen Polstergürtel umgeschnallt. Der Trainer gibt die Kombinationen vor und hält die Pads hin, so dass man dort die Schläge und Kicks platzieren kann. Jeder Trainer hat da einen ganz unterschiedlichen Stil. Die einen wollen mehr Kicks (sehr anstregend), die anderen mehr Ellbogentechniken etc. Dies dauert 3×3 Minuten. Danach gibt es 2-3 Runden Boxtraining, wobei der Trainer hier leichte Pratzen nur fürs Boxen hält. Ist dies erledigt, muss man an den Boxsack, bis alle Schüler durch das Pratzentraining sind. Das restliche Tranining ist von Tag zu Tag unterschiedlich. Manchmal trainiert man mit einem anderen Schüler zusammen (Clinch, Kick-Sparring) oder man übt mit einem Trainer zusammen. Am Schluss gibt es nochmals ein bisschen Ausdauer und ein Cooldown-Programm.

Mehr Infos gibt es unter: www.thaiboxings.com