Amphawa liegt in der Samut Songkhram Provinz, welche westlich von Bangkok liegt und ans Meer angrenzt. Eine Besondere Attraktion, welche die Region zu bieten hat, ist der schwimmende Markt von Amphawa. Am besten fährt per Auto, wobei man eine gute halbe Stunde Fahrt rechnen muss. Am Wochenende ist die zweispurige Strasse, welche Amphawa und die Schnellstrasse verbindet, vollgestopft mit Autos. Für 20 Baht darf man sein Auto bei Privatpersonen auf ihrem Parkplatz unterstellen. Wir fanden glücklicherweise einen Kundenparkplatz vor einer Bank; auch in Thailand sind Banken am Wochenende zu.
Der Markt liegt an einem Kanal, welcher von mehreren kleinen Brücken überquert werden kann. An beiden Ufern säumen sich hunderte Stände, welche Essen oder andere Spezialitäten der Region anbieten. Da sich tausende Thais durch die engen Wege quetschen, kommt man lediglich im Schneckentempo voran. Wir haben dann eine Bootsfahrt unternommen. Der Bootsmann hat uns bei mehreren bekannten Tempeln abgesetzt, wo wir jeweils eine halbe Stunde Zeit für Besichtigung zugeteilt bekamen. Die erste Station führte uns zu einem alten Haus, gebaut in einer traditionellen und vornehmen Architektur, wo wir uns im ersten Stock niedersetzen durfen. Uns wurde – in Thai – eine Geschichte von einer bekannten Schlacht zwischen den Thais und den Burmesen erzählt; illustriert mit einer schönen Wandmalerei, welche die Schlacht schön darstellte. Scheinbar waren die Thais in der Unterzahl, konnten jedoch mit einer cleveren Strategie brillieren. Ich habe nur soviel verstanden, dass sie bis in die Dunkelheit warteten. Was dann passiert ist, wissen nur die Thais. Bei der zweiten Station konnte man seine Stärke beim Gongschlagen messen. Mit einem Stoffknüppel muss man dreimal auf einen riesigen Gong einschlagen. Je lauter, desto grösser das Glück. Dort habe ich mir auch frische Litschis gekauft, welche in dieser Region angepflanzt werden und besonders lecker sind. Die dritte Station offerierte einen alten Tempel, welcher bereits von riesigen Bäumen überwachsen ist. Eine lange Schlange hinderte mich jedoch vor dem Eintritt; ich konnte allerdings einen Blick in das Innere werfen, und fand neben einem Buddha nichts Besonderes. Es gab dann auch einen Fotopunkt, von wo man ein Foto durch ein Fenster schiessen kann. Bei der letzten Station konnten wir einen wunderschönen Tempel bestaunen. Das Innere war in komplett in Teakholz gestaltet. Die Wände und die Decke weisen schöne Schnitzereien auf. Auch konnte ich meine Zukunft vorhersagen. Dazu schüttelt man einen offenen Becher , welcher mehrere Holzstäbe enthält, solange, bis ein Holzstab hinausfällt. Danach wirft man zwei Holzformen (mit je einer flachen und runden Seite) in die Luft und schaut, ob beide Hölzer die gleiche Seite zeigen. Wenn ja, dann ist der Holzstab nicht war und man muss nochmals von vorne beginnen. Sobald man einen wahren Holzstab gefunden hat, schaut man die Nummer, welche auf dem Holzstab eingraviert ist, nach und geht zu einem Informationsbrett, welche die Zukunft zu jeder Nummer angeschrieben hat. Leider war meine Nummer nicht mehr verfügbar, und somit ist meine Zukunft sehr ungewiss. Gewiss ist jedoch, dass am Amphawa Markt regelmässig Leuchtkäfer zu sehen sind. Leider verliessen wir die Region bereits am späteren Nachmittag, weshalb wir das Leuchtspektakel nicht bestaunen konnten.
Übrigens sind Fotos im Album “Exchange Year in Bangkok” verfügbar.