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Video: Sai Yoke & Erawan

Sunday, November 16th, 2008

Mit ein paar Wochen Verspätung habe ich das Video zum Bericht “Reichlich Wasser” auch fertiggestellt. Zuerst zeige ich den Sai Yoke Yai Wasserfall, dann den Sri Nakharin Staudamm und den Erawan Wasserfall.

Um das Video abzuspielen, muss man auf den folgenden Link klicken. Weitere Infos siehe unten.

 

Sai Yoke & Erawan

 

Video Information
size: 139.6 MB
duration: 11min 56sec
how to play: the video should play directly in your browser; otherwise you can use VLC

Reichlich Wasser

Thursday, October 16th, 2008

Sai Yoke

Nachdem wir die super Kokosnuss gegessen hatten und wieder an Land waren, machten wir uns auf die Rückreise Richtung Kanchanaburi. Auf halben Weg machten wir einen Zwischenhalt beim Sai Yoke Nationalpark. Dieser umfasst etwa 300 Quadratkilometer und bietet unter anderem Wasserfälle und Höhlen, welche man besichtigen kann. Hier lebt auch das kleinste je entdeckte Säugetier. Unser Besuch beschränkte sich auf den Sai Yoke Yai Wasserfall. Diesen erreicht man durch einen Spaziergang durch viele Teakbäume, welche Schatten vor der Hitze spendieren. Der Wasserfall, welcher ca. 4 Meter hoch ist, giesst sein Wasser direkt in den Kwai Noi Fluss, welcher dann nach Kanchanaburi läuft. Den Wasserfall kann man bestens von einer Holzbrücke aus beobachten, welche die beiden Ufer miteinander verbindet. Auf dem Fluss befinden sich zahlreiche Schwimmhäuser, auf welchen man essen oder übernachten kann. In den kniehohen Gewässern vor dem Wasserfall kann man sich baden und abkühlen – was wir dann auch gemacht hatten. Viele Einheimische gehen auch dort hin, da der Eintritt mit 70 Rappen sehr günstig ist (Touristen bezahlen das Zehnfache). Wir verweilten eine lange Weile und gingen dann die restlichen 100 Kilometer zurück nach Hause, geführt und gefahren von Mr. Tiger.

 

Sri Nakharin Dam

Der letze Ausflug führte uns zum Sri Nakharin Staudamm, welcher gute 70 Kilometer von der Stadt entfernt ruht. Er ist der grösste seiner Sorte – d.h. unter den Staudämmen, welche innen aus Lehm gebaut wurden –  in Thailand. Das Wasser mündet in den Kwai Yai Fluss. Der Damm dient zur Bewässerung, zum Überschwemmungsschutz, zur Fischerei und selbstverständlich zur Stromerzeugung. Um den Damm herum gibt es eine wunderschöne Parklandschaft, welche sich über mehrere Kilometer erstreckt. Das liegt sicher auch an den Erholungsmöglichkeiten und einem Golfclub, welcher sich in der Nähe befindet.

 

Erawan

Die Reise führte uns in die Nähe vom Sri Nakharin Damm, zum Erawan Wasserfall. Vielleicht wäre das Wort Wasserfälle besser geeignet, denn dieser Wasserfall setzt sich aus insgesamt sieben Plateaus zusammen, welche alle eine einzigartige Szenerie bieten. Der Wasserfall liegt mitten im Erawan Nationalpark, welcher mit einer Fläche von 550 Quadratkilometern fast doppelt so gross wie Sai Yoke ist. Der Wasserfall gilt als einer der schönsten Thailands – wir wurden nicht enttäuscht. Da wir um die Mittagszeit erschienen hatte es relativ viele Leute. Wir beschlossen deshalb, die Wanderung zum Anfang des Wasserfalles zu unternehmen und danach beim Abstieg bei jedem Plateau eine Ausgiebige Pause einzulegen. Die Wanderung dauerte eine knappe Stunde. Leider hatten wir den Naturpfad übersehen, welcher vom Plateau zwei bis vier führt und eine Stunde dauert. Dieser würde eine einsame Wanderung durch die Natur bieten, wobei man auch wilde Tiere sehen können sollte. Angekommen beim obersten Plateau waren wir fast alleine, da wahrscheinlich nur die Hälfte aller Besucher bis in diese Höhe steigen. Man konnte sich im kalten Wasser ein wenig abkühlen, wurde jedoch sehr rasch von Fischen “angegriffen”. Dies in Gänsefüssen, da diese Fische den Körper reinigen – wobei sie vor allem die Füsse mögen. Dies ist nicht unangenehm und wird sogar in teuren Spas als neue Technik eingesetzt, ist jedoch sehr gewöhnungsbedürftig. Vor allem gesellen sich zu einem fisch dann bald mehrere und auch grössere. Die grössten Fische waren ca. 35cm lang, die normalen ca. 10cm. Fische gab es bei jedem Plateau. Das heisst, spätestens bei der fünften Etappe, wo man wunderbar Baden konnte, musste man das Wasser mit den flinken Tierchen teilen. Doch sobald man sich bewegt, getrauen sie sich nicht in die Nähe. Das schönste Plateau war das zweite, wo ein riesiger Pool zum ausgiebigen Baden einlud. Dort hatte es auch Sand am Boden, was einem erlaubt, Ballspiele zu spielen. Nach einer langen Abkühlung machten wir uns dann zurück auf den Nachhauseweg.

Kanchanaburi

Sunday, October 12th, 2008

Da diese Woche Zwischenprüfungen waren, und bei mir nur zwei Prüfungen (am Montag und am Samstag) anfielen, haben wir uns dazu entschlossen, den Westen Thailands zu erkunden. Das Ziel fiel auf Kanchanaburi, wobei ein anderer Ort gar nie zur Diskussion stand (da ich keinen anderen Ort im Westen kenne). Die Reise ging per Bus, ausgehend vom südlichen Busterminal in Bangkok, und dauerte gute zwei Stunden. Da es vor unserer Abreise heftig geregnet hatte, waren die Strassen mit Autos überfüllt und die Taxifahrt zum Bahnhof dauerte über eine Umfahrung eine knappe Stunde. Der Busbahnhof musste vergrössert werden, weshalb der alte aufgegeben und der neue in einem Einkaufszentrum (ja, im Einkaufszentrum drin) errichtet wurde. Man kommt per Taxi an, geht in das Einkaufszentrum, weiss nicht wohin, geht, wie viele andere Einheimische auch, zum Parkwächter und fragt, wohin man gehen muss. Dann geht man durch die ganze Menschenmenge, welche am einkaufen ist, in den zweiten Stock, kauft an einem von 200 Schaltern das Ticket (in Thailand gibt es für jede Strecke einen eigenen Schalter, das ist an allen Busbahnhöfen so) und geht wieder runter. Man erkundet sich beim selben Parkwächter nochmals nach dem Weg, welcher diesmal aber zum Parkplatz verweist. Also geht man durch die Garage und gelangt in ein anderes Gebäude. Dort hatten wir uns nochmals verirrt und nochmals zweimal nach dem Weg gefragt, bis wir im Bus sassen.

Kanchanaburi ist die Hauptstadt der Kanchanaburi Provinz, welche knappe 800000 Einwohner hat, aber flächenmässig die dritt grösste Provinz in Thailand ist. Die Provinz unterteilt sich in verschiedene Distrikts – die Stadt befindet sich im Amphoe Mueang (das bedeutet Hauptdistrikt) Distrikt, welcher gute 150000 Einwohner hat. Die Stadt selber hat gute 30000 Einwohner. Soviel dazu. Die Stadt liegt am Fluss Kwai (ausgesprochen “khwää”, “kwai” bedeutet Ochs und ein Thailänder bringt dich um wenn du ihm das sagst). In der Stadt gibt es die weltbekannte “Brücke am Kwai”.

Hier habe ich das Filmpost eingefügt, denn der Film ist aus dem Jahre 1957, sollte aber allen ein Begriff sein. Die Brücke wurde im zweiten Weltkrieg von den Japanern errichtet, wobei Kriegsgefangene die Arbeit erbringen mussten. Die Brücke war insofern wichtig, weil darüber der Todeszug fuhr. Dieser Zug reichte von Bangkok bis nach Rangoon (Myanmar’s Hauptstadt), wodurch Japan die Streitkräfte der Burma Kampagne unterstützen konnte.

Unser Hotel (vorgängig im Internet gebucht) lag direkt am Fluss, ein wenig flussabwärts der Brücke. Wir konnten die Brücke beim Frühstück beobachten. Heute fährt immer noch ein Zug über diese Brücke, aber nicht mehr bis nach Rangoon. Unser Hotel, der “River Kwai Bridge Resort“, ist ein 3-Stern Hotel und kostete gute 30 Franken pro Nacht. Es ist ein sehr gutes Hotel und schwer zu empfehlen. Die Strasse, an der das Hotel liegt, lädt zum Spazieren am Abend ein. Nach einem halben Kilometer gibt es unzählige kleine Restaurants, Bars und Guesthouses, wo man so den Abend verbringen kann. Es hatte sehr wenige Touristen, was wahrscheinlich an der Jahreszeit liegt (off-season). Am letzten Abend waren wir an einem thailändischen Fest, wo es einen grossen Biergarten mit Livemusik gab. Anders als bei uns werden in Thailand immer auch Kleider und Essen verkauft. Wir haben uns noch vier Stofftierchen erschossen, mit Luftgewehren.

Doch die Hauptattraktionen in Kanchanaburi sind weder das Hotel mit dem schönen Pool, noch das Nachtleben. Neben der Brücke, welche man in 15 Minuten gesehen hat, gibt es unzählige andere Dinge. Wo wir waren und was wir erlebt haben schreibe ich in separaten Beiträgen.