Wo der Mekhong Fluss das nördliche Thailand von Laos trennt, befindet sich das Tor zu Indo-China. Dieses befindet sich in der Grenzstadt Chiang Khong auf thailändischem Boden. Diesen kleinen Ort erreicht man am besten per Bus von Chiang Mai. Es gibt lediglich zwei direkte Busse am Tag, weshalb wir zuerst nach Chiang Rai gefahren sind um dort umzusteigen. Auf der ersten Strecke fuhren wir im modernsten Bus, den ich in Thailand je gesehen hatte. Es war ein nagelneues chinesisches Modell; zwar billig aber dennoch ganz neu, inklusive herunterklappbaren Flachbildschirmen für die Unterhaltung. Die zweite Strecke war weniger angenehm, da wir in einem ganz alten Bus fuhren. Dieser war erstens überfüllt und hatte zweitens keine Toilette (der Bus hielt nie länger als ein paar Sekunden in den Dörfern), weshalb die zwei-ein-halb stündige Fahrt etwas angespannt war. In Chiang Khong hält man mitten auf der Strasse, und gelangt dan per Tuk-Tuk bis an die Grenze. Dort gibt es eine lächerliche thailändische Grenzkontrolle, wo ich zum ersten mal einen schmunzelnden Grenzkontrolleur gesehen habe, welcher sich sogar noch kleine Spässe erlaubt hat. Auf der linken Strassenseite liegt der Emmigrationsposten, auf der rechten Seite kann man immigrieren. Jedoch hatte ich keine Grenzpolizei ausserhalb der beiden Büros gesehen, von wo aus die Strasse nur schlecht überblickbar ist. In meinen Augen könnte man einfach die Strasse hinaufspazieren, vor allem wenn man aussieht wie ein Thai und kein Gepäck dabei hat. Nach erfolgreicher Emmigration überquert man den Mekhong Fluss gegen eine kleine Gebühr und steht im Nu auf laotischem Boden. Hier war die Immigration noch lustiger als das Grenzerlebnis Minuten zuvor. Nach Ausfüllen von einem Formular kriegt man, gegen eine Gebühr von 50 Franken, ein Visum, mit welchem man sich bis zu 30 Tage in Laos aufhalten darf. Den Pass muss man dann, zusammen mit einem zweiten Formular, einem anderen Beamten geben, welcher das Visum dan abstempelt. Da es einige Touristen hatte, herrschte ein grosser Trubel und die Situation konnte nicht mehr ganz ernst genommen werden. So schnappte ich mir im Grenzbüro ein paar Formulare, da der Beamte alle Hände voll zu tun hatte. Eigentlich sollten nur Beamte Zugang zum Büro haben. Mit dem abgestempelten Pass und dem ganzen Gepäck ging es dann den kurzen Weg zum Dorf hinauf, wobei ein Beamter, welcher unter einem Sonnenschirm sass, die Worte “Passport” herausbrachte und ich mein Visum zeigen musste. Wem der Pass gehört, wollte er gar nicht sehen. Wir gingen sogleich in das erste Guesthouse, da wir nur eine Nacht in diesem Ort, Huay Xai, verbringen wollten. Das Personal war sehr freundlich und gab so ein herzliches Willkommen in Laos. Für 20 Franken konnten wir dann die Hotelsuite beziehen. Sogleich ging es weiter zu einem Essen und Bier Laos. Huay Xai ist auch ein Grenzort mit ein paar Guesthouses, kleinen Restaurants und sogar einem Tempel. Der Sonnenuntergang war bestens, da die Sonne genau am gegenüberliegenden Ufer untergeht. Am Abend konnte man aus Chiang Khong laute Musik hören, da dort gerade ein Festival gefeiert wurde. Nach Sonnenuntergang war es in unserem Ort fast totenstill.
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Das Tor zu Indo-China
Sunday, January 11th, 2009Das Rennen nach Visa
Friday, August 15th, 2008Nachdem ich mich in Bangkok einigermassen eingelebt hatte, muss ich mir bereits Gedanken um die Ausreise machen. Warum? Ganz einfach: Die Aufenthaltsbewilligung, die ich durch mein Studentenvisum erhalten hatte, ist nur 90 Tage gültig. Das Visum ist zwar 365 Tage gültig, jedoch erhält man pro Einreise einen Stempel, der einem maximal 90 Tage Zeit gibt. Da ich ein “multiple entry visa” habe, kann ich während diesen 365 Tagen beliebig oft ein- und ausreisen. Eine Möglichkeit besteht darin, vor Ablauf der 90 Tage auf das Immigrationsbüro zu gehen, und eine Verlängerung zu beantragen. Nach den Fakten, die ich gehört habe, zu urteilen, bringt dies folgende Nachteile mit sich: Man kann die Periode immer nur um 30 Tage verlängern, d.h. man muss 1-Mal im Monat zum Büro pilgern. Eine Verlängerung kostet gute 60 Franken. Der Status des Visums wird bei erstmaliger Verlängerung auf ein “single entry visa” herabgesetzt, d.h. falls ich doch mal ausreisen möchte, muss ich eine Wiedereinreiseerlaubnis beantragen (was auch wieder kostet).
Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, alle 90 Tage Thailand zu verlassen. Der erste Trip habe ich bereits gebucht. Die restlichen Trips sind erst geplant:
- Singapore: Nur gute 2 Flugstunden von Bangkok entfernt. Die Stadt sei sehr schön, hat sogar eine künstliche Insel mit ein paar Stränden und bietet sicher einige Dinge, die ich besichtigen kann. Wenn ich doch schon so nah bin, kann ich doch einen Trip wagen. Ich werde am 24. Oktober abfliegen und am 26. Oktober zurückkehren. Die Kosten des Flugs mit zwei Hotelübernachtungen liegen bei gut 300 Franken.
- Kuala Lumpur: Noch näher als Singapore und laut einem Freund eine sehenswerte Stadt. Der Trip ist für den Januar 2009 geplant.
- Ho Chi Minh: Scheinbar ähnlich wie Bangkok, auch nicht allzu weit und vermutlich günstiger als Thailand. Den Trip habe ich für den April 2009 geplant; vermutlich werde ich länger als nur ein Wochenende bleiben, da mir gesagt wurde, dass es dort sehr viel zu tun gibt. So könnte ich z.B. 4-5 Nächte bleiben.