Archive for May, 2009

Bangkoks feinste Restaurants

Sunday, May 10th, 2009

Um meinen Nachfolgern das Wasser im Gaumen zusammen laufen zu lassen, stelle ich an dieser Stelle ein paar der speziellsten und feinsten Restaurants in Bangkok zusammen:

  • The Cedar: Ein sehr gutes und familiäres libanesisches Restaurant. Das Essen schmeckt sehr fein und die Bedienung ist freundlich. Das Ambiente ist stilvoll und erinnert an den nahen Osten. Neben einem mittelgrossen Menü, das aus Vor- und Hauptspeisen besteht, gibt es auch noch eine angemessene Weinliste. Die Preise liegen im oberen mittleren Bereich – man muss für eine Hauptspeise ca. 400 Baht rechnen. Wenn man sich ein paar Tage im Voraus meldet, kann man sogar ein ganzen Lammbein verspeisen. Lage: Sukhumvit Soi 49/9
  • Oam Thong: Weswegen man nach Thailand kommt – thailändisch essen! Oam Thong ist da eine sehr gute wahl, mit Preisen im mittleren Segment. Das Menü ist sehr vielfältig und bietet neben Standards auch einige Spezialitäten. Als Vorspeise empfiehlt sich eine frische, auf Eis servierte, Auster, die man mit Chili, thailändischen Kräutern, Knoblauch, Ginger und Sauche zusammen am Stück hinunter schlingt. Zu thailändischem Essen empfiehlt sich Wasser oder Bier – Wein verstärkt die Schärfe und wäre eine kleine Verschwendung (da man ihn nicht wirklich schmeckt). Lage: Sukhumvit Soi 33
  • Taste of India: Ein kleines und unbekanntes indisches Restaurant, wo ich bereits als Bekannter empfangen werde. Es befindet sich auf dem ersten Stock eines Hauses, und der enge Eingang führt vorbei an einem Schneiderladen (selber Besitzer). Die Bedienung ist sehr freundlich; das Fenster hingegen zeigt lediglich eine Ansammlung von Stromkabeln und einen Ausschnitt der Khao San Road. Nichtdestotrotz, das Essen ist sehr gut und kommt schnell auf den Tisch. Meiner Meinung nach ist es besser als das renommierte Rang Mahal im fünf Sterne Hotel Rembrandt. Sehr gut istChicken Tandoori und Mutton Sheesh Kebab. Indisch ist man eher mit Brot (Naan), wobei man natürlich auch Reis bestellen kann. Lage: Khao San Road
  • Tom Yam Goong: Auch an der Khao San Road, fast gegenüber von Tase of India, befindet sich das sehr bekannte Tom Yam Goong (ausgezeichnet von New York Times). Tom Yam Goong ist eine bekannte thailändische Suppe mit Riesencrevetten. Neben dieser Speise gibt es auch ganz andere viele verschiede tolle Gerichte. Obwohl die Khao San Road sehr chaotisch ist, befindet man sich im Tom Yam Goong in einer Oase. Man geht zirka 20 Meter in eine Seitengasse und befindet sich auf einem kleinen Platz, wo sich drei Restaurants befinden. Bei Regen ist von einem Besuch abzuraten, da die guten Plätze nur unbedacht vorzufinden sind. Lage: Khao San Road
  • Le Dalat Indochine: Ohne Reis, dafür Vietnamesisch. Mein erstes Mal in einem richtigen vietnamesischen Restaurant. Interessanterweise kamen alle Speisen ohne Reis, jedoch hat das vorzüglich gepasst. Vieles Essen konnte man am einfachsten mit den Fingern essen. Oft musste man Fleisch, Gewürze und Nudeln in Salat einwickeln – eine Fingerspeise. Dazu gibt es sehr guten Weisswein. Das Essen ist ein wenig teuer – das Ambiente dafür extrem vornehm und stilgerecht. Lage: Sukhumvit Soi 23
  • Mrs. Balbir’s: Ein weiteres indisches Restaurant. Auch sehr familier und sehr klein. Wir mussten kurz auf einen Tisch warten, was sich gelohnt hat. Die Weinliste ist sehr beschränkt und einige Weine waren gar nicht an Lager. Das Essen war hingegen extrem köstlich. Zu empfehlen sind hier auch die Kebabs, da sie auf einer Platte mit Kerzenlicht serviert werden. Die Preise sind ein wenig gehoben, vor allem da das Restaurant sehr familier eingerichtet ist. Lage: Sukhumvit Soi 11/1
  • Al Majlis: Tee, Spa und marokkanisches Essen. Eine köstliche Auswahl an marokkanischen Spezialitäten gibt es bei Al Majlis, ein verstecktes Restaurant, das man als Tourist kaum findet. Man sitzt im Freien und befindet sich in einem arabischen Garten, wo man auch Shisha rauchen kann (es gibt fast 20 verschiedene Tabaksorten). Gemütlich hockt man am Boden auf bequemen Kissen und gönnt sich abendländische Speisen. Das Manko: Für die Preise erhält man eher kleine Portionen. Es wird also eher ein teurer Ausflug – dafür unvergesslich. Lage: 83/8 Soi Charoen Chai, Ekamai Road (man fährt in Soi 12 von Ekamai Road und nimmt die zweite Abzweigung links)
  • Vertigo: Im fünfsterne Hotel Banyan Tree befindet sich das Restaurant Vertigo – auf dem 61. Stockwerk, freihimmel. Am besten gönnt man sich hier ein Grillstück. Bis zu 400 Gramm Rindfleisch kriegt man auf den Teller. Der Grillmeister hat sein Stück bestens im Griff; auch die Weinliste wurde sorgfältig ausgearbeitet. Man sollte sicherstellen, dass es nicht regnen wird. Sonst darf man, wie wir, sich mit Duzenden anderen Gästen durch eine kleine Wendeltreppe zwängen bzw. darauf warten, bis die alte Herrschaft Dampf macht (man wird dabei nass). Auch sicherstellen sollte man, dass man genügend Kleingeld dabei hat. Sind diese beiden Bedingungen erfüllt, kann man sich auf einen atemraubenden Abend gefasst machen. Mit einem Blick über ganz Bangkok vergisst man schnell sogar das dicke Stück Fleisch vor dem Gesicht. Lage: 21/100 South Sathon Road

Koh Samet

Friday, May 8th, 2009

In der Rayong Provinz, ca. 220 Kilometer südöstlich von Bangkok am Golf von Thailand, liegt die Insel Samet. Von Bangkok ist es die nahste Destination um zu baden (ausser Pattaya). Deswegen hat es an den Wochenenden auch immer viele Thais, welche sich vom Alltagsstaub erholen möchten. Die Preise sind demnach sehr gehoben; für Essen bezahlt man etwa doppelt so viel wie an einem nicht touristischen Ort.

Wir hausten im Samed Club Resort, ein gutes 3-Stern Hotel, welches direkt am Meer liegt. Koh Samet hat viele verschiedene Strände, wobei wir uns am Strand Ao Noi Nah (Noi Nah heisst auf Deutsch Ochsenherzapfel, eine Frucht der Netzannone) befanden. Dieser Strand ist nicht sonderlich speziell, dafür sehr ruhig gelegen. Wir hatten eine schöne kleine Hütte am Hügel mit einer tollen Aussicht. Das Frühstück war sehr gut und wir hatten auch einen Pool. Normalerweise kostet eine Nacht in diesem Hotel knappe 80 Franken, wir konnten es jedoch bereits für 70 Franken ergattern. An anderen Orten bezahlt man für das gleiche Hotel nur die Hälfte.

Während den 4 Tagen die wir auf der Insel verbrachten, konnten wir einiges unternehmen. So haben wir uns einen ATV gemietet und haben mit diesem Gefährt die Insel erkundet. Der Hauptstrand heisst Haad Sai Kaew (Diamanten Strand), wo es viele Restaurants, Kleiderläden und Hotels hat. Man muss sich das aber nicht zu gross vorstellen, denn die Insel hat keine grossen Gebäude und sieht nicht sonderlich touristisch aus. Mit einer Fläche von gut 13 Quadratkilometern ist die Insel auch eher klein. An den Stränden kann man sich gemütlich auf einen Liegestuhl setzen, sofern man etwas beim dazugehörenden Restaurant bestellt. Viele Verkäufer tragen das Essen mit sich herum und verkaufen hungrigen Gästen gerne ein gutes Mahl. Im Gegensatz zu anderen Orten tragen sogar die selbständigen Verkäufer eine offizielle Identifikationskarte. Der Hauptteil der Insel befindet sich in einem Nationalpark, den man nur gegen eine kleine Gebühr betreten darf. Ein weiterer schöner Strand heisst Ao Vong Duean, was frei übersetzt soviel wie Halbmondstrand bedeutet, da sich der Strand um fast 180 Grad biegt. Die Strasse führte uns weiter zum Strand Ao Wai, wo es nur ein einziges Hotel hat. Der Sand ist, wie an vielen Stränden auf Samet, extrem weiss und ganz fein. Ao Wai ist ein sehr schöner Strand, allerdings muss man motorisiert unterwegs sein, da man ansonsten Wort wörtlich gestranded ist. Fährt man insgesamt etwa sieben Kilometer von Haad Sai Kaew bis zum südlichen Ende der Insel, erreicht man einen Aussichtspunkt. Nach ein paar Gehminuten kommt man auf ein Kliff, von wo aus man eine andere, ganz kleine, Insel sieht. Auf dem Kliff haben viele Liebepärchen sich verewigt, in dem sie eine Skulptur aus aufgestapelten Steinen erschaffen haben. Wir haben es ihnen gleich getan. Man findet dort auch viele Geckos. Nach mehreren Anschleichversuchen konnte ich eine Nahaufnahme schiessen.

Neben Baden, Herumtuckern und Essen konnte ich mich auch im Thaiboxen weiterbilden. Das Naga Gym ist zwar sehr klein und rustikal, die Trainer sind jedoch sehr lieb. Sie können zwar kein Englisch, ich konnte aber mitlerweile genug Thai, um mich mit ihnen gut zu verständigen. Auch war ich der einzige Schüler, weshalb ich intensiv trainiert wurde. Das Gym hat kein Dach über dem Ring, und man sollte sein eigenes Springseil mitbringen. Es befindet sich am Haad Sai Kaew – sehr empfehlenswert!

Bezüglich Essen können wir mit drei Tipps brillieren: Erstens, Saffron Pizzeria macht sehr gute italienische Pizzas und bringt diese auch zum Hotel. Sie haben nur Pizzas, weshalb man auch anderes Essen und Trinken ins Restaurant bringen kann. Das Ambiente ist sehr modern und chic – ich glaube das Restaurant hatte früher auch anderes Essen serviert, aber hat sich wahrscheinlich nicht rendiert, weshalb nur noch Pizzas verkauft werden. Zweitens, Red Ginger ist ein arabisch-fusion Restaurant, geführt von einem älteren Kanadier, welches schön in rot und violet dekoriert wurde. Das Menu ist auch hier beschränkt, aber sehr gut. Drittens, fährt man nach dem Naga Gym noch ca. 100 Meter weiter Richtung Ao Phai, findet man einen Stand an dem man Som Tam (Papaya Salat) in vielen Varianten kaufen kann. Dazu gibt es natürlich Kaw Niaw (sticky rice) und Gai Yaang (grilled chicken).