Um meinen Nachfolgern das Wasser im Gaumen zusammen laufen zu lassen, stelle ich an dieser Stelle ein paar der speziellsten und feinsten Restaurants in Bangkok zusammen:
- The Cedar: Ein sehr gutes und familiäres libanesisches Restaurant. Das Essen schmeckt sehr fein und die Bedienung ist freundlich. Das Ambiente ist stilvoll und erinnert an den nahen Osten. Neben einem mittelgrossen Menü, das aus Vor- und Hauptspeisen besteht, gibt es auch noch eine angemessene Weinliste. Die Preise liegen im oberen mittleren Bereich – man muss für eine Hauptspeise ca. 400 Baht rechnen. Wenn man sich ein paar Tage im Voraus meldet, kann man sogar ein ganzen Lammbein verspeisen. Lage: Sukhumvit Soi 49/9
- Oam Thong: Weswegen man nach Thailand kommt – thailändisch essen! Oam Thong ist da eine sehr gute wahl, mit Preisen im mittleren Segment. Das Menü ist sehr vielfältig und bietet neben Standards auch einige Spezialitäten. Als Vorspeise empfiehlt sich eine frische, auf Eis servierte, Auster, die man mit Chili, thailändischen Kräutern, Knoblauch, Ginger und Sauche zusammen am Stück hinunter schlingt. Zu thailändischem Essen empfiehlt sich Wasser oder Bier – Wein verstärkt die Schärfe und wäre eine kleine Verschwendung (da man ihn nicht wirklich schmeckt). Lage: Sukhumvit Soi 33
- Taste of India: Ein kleines und unbekanntes indisches Restaurant, wo ich bereits als Bekannter empfangen werde. Es befindet sich auf dem ersten Stock eines Hauses, und der enge Eingang führt vorbei an einem Schneiderladen (selber Besitzer). Die Bedienung ist sehr freundlich; das Fenster hingegen zeigt lediglich eine Ansammlung von Stromkabeln und einen Ausschnitt der Khao San Road. Nichtdestotrotz, das Essen ist sehr gut und kommt schnell auf den Tisch. Meiner Meinung nach ist es besser als das renommierte Rang Mahal im fünf Sterne Hotel Rembrandt. Sehr gut istChicken Tandoori und Mutton Sheesh Kebab. Indisch ist man eher mit Brot (Naan), wobei man natürlich auch Reis bestellen kann. Lage: Khao San Road
- Tom Yam Goong: Auch an der Khao San Road, fast gegenüber von Tase of India, befindet sich das sehr bekannte Tom Yam Goong (ausgezeichnet von New York Times). Tom Yam Goong ist eine bekannte thailändische Suppe mit Riesencrevetten. Neben dieser Speise gibt es auch ganz andere viele verschiede tolle Gerichte. Obwohl die Khao San Road sehr chaotisch ist, befindet man sich im Tom Yam Goong in einer Oase. Man geht zirka 20 Meter in eine Seitengasse und befindet sich auf einem kleinen Platz, wo sich drei Restaurants befinden. Bei Regen ist von einem Besuch abzuraten, da die guten Plätze nur unbedacht vorzufinden sind. Lage: Khao San Road
- Le Dalat Indochine: Ohne Reis, dafür Vietnamesisch. Mein erstes Mal in einem richtigen vietnamesischen Restaurant. Interessanterweise kamen alle Speisen ohne Reis, jedoch hat das vorzüglich gepasst. Vieles Essen konnte man am einfachsten mit den Fingern essen. Oft musste man Fleisch, Gewürze und Nudeln in Salat einwickeln – eine Fingerspeise. Dazu gibt es sehr guten Weisswein. Das Essen ist ein wenig teuer – das Ambiente dafür extrem vornehm und stilgerecht. Lage: Sukhumvit Soi 23
- Mrs. Balbir’s: Ein weiteres indisches Restaurant. Auch sehr familier und sehr klein. Wir mussten kurz auf einen Tisch warten, was sich gelohnt hat. Die Weinliste ist sehr beschränkt und einige Weine waren gar nicht an Lager. Das Essen war hingegen extrem köstlich. Zu empfehlen sind hier auch die Kebabs, da sie auf einer Platte mit Kerzenlicht serviert werden. Die Preise sind ein wenig gehoben, vor allem da das Restaurant sehr familier eingerichtet ist. Lage: Sukhumvit Soi 11/1
- Al Majlis: Tee, Spa und marokkanisches Essen. Eine köstliche Auswahl an marokkanischen Spezialitäten gibt es bei Al Majlis, ein verstecktes Restaurant, das man als Tourist kaum findet. Man sitzt im Freien und befindet sich in einem arabischen Garten, wo man auch Shisha rauchen kann (es gibt fast 20 verschiedene Tabaksorten). Gemütlich hockt man am Boden auf bequemen Kissen und gönnt sich abendländische Speisen. Das Manko: Für die Preise erhält man eher kleine Portionen. Es wird also eher ein teurer Ausflug – dafür unvergesslich. Lage: 83/8 Soi Charoen Chai, Ekamai Road (man fährt in Soi 12 von Ekamai Road und nimmt die zweite Abzweigung links)
- Vertigo: Im fünfsterne Hotel Banyan Tree befindet sich das Restaurant Vertigo – auf dem 61. Stockwerk, freihimmel. Am besten gönnt man sich hier ein Grillstück. Bis zu 400 Gramm Rindfleisch kriegt man auf den Teller. Der Grillmeister hat sein Stück bestens im Griff; auch die Weinliste wurde sorgfältig ausgearbeitet. Man sollte sicherstellen, dass es nicht regnen wird. Sonst darf man, wie wir, sich mit Duzenden anderen Gästen durch eine kleine Wendeltreppe zwängen bzw. darauf warten, bis die alte Herrschaft Dampf macht (man wird dabei nass). Auch sicherstellen sollte man, dass man genügend Kleingeld dabei hat. Sind diese beiden Bedingungen erfüllt, kann man sich auf einen atemraubenden Abend gefasst machen. Mit einem Blick über ganz Bangkok vergisst man schnell sogar das dicke Stück Fleisch vor dem Gesicht. Lage: 21/100 South Sathon Road