Gute 230 km südlich von Bangkok liegt Hua Hin, ein Ort mit über 80000. Über das Wochenende steigen hier die Hotelpreise aufs Doppelte an, da alle Zimmer mit Bangkokianer, welche an den Strand fliehen, überfüllt sind. Der Ort befindet sich am östlichen Ufer und liegt an der Hauptstrasse “Phet Kasem”, welche ganz in der Nähe von meiner Wohnung beginnt und bis in den Süden von Thailand führt.
Wir sind mit dem Zug bis Hua Hin gereist. Da der Zug die erste Hälfte der Strecke im Schneckentempo zurückgelegt hat, hatte sich die angekündigte Fahrtzeit von vier Stunden um zwei Stunden verlängert. Es ist witzig, dass die Abfahrts- und Ankunftszeit der Züge in Minuten genau angegeben wird, obwohl man eigentlich damit rechnen kann, dass sich beide Zeiten stark verzögern können. Nach der etwas langen Fahrt strahlt einem ganz in rot der schönste Bahnhof in Thailand entgegen, welcher 1968 hier in Hua Hin errichtet wurde. Ursprünglich war dieses schöne Gebäude der königliche Pavillion in Sanamchan Palace (in der Nakhon Pathom Provinz).
In Hua Hin selber gibt es nicht sonderlich viel zu tun. Es gibt viele grosse Hotels, gute Restaurants und einen Nachtbazaar. Die beiden Nächte, die wir dort waren, haben wir im Hotel Casa del Mare verbracht. Dieses tolle Boutiquehotel hat grosse und schön dekorierte Zimmer, einen sehr angenehmen Pool und ein sogenanntes Sea Spa, welches ich leider nicht ausprobiert hatte.
Am Abend konnten wir einen Blick auf den Nachtbazaar werfen, welcher sich allerdings nicht von anderen Bazaars in Thailand abhebt und mich deshalb nicht sonderlich beeindrucken konnte. Gegessen hatten wir einmal im Sofitel Hotel, in welchem sich das bekannte Railway Restaurant befindet. Dieses wurde im alten Bahnhof von Hua Hin gebaut. Der Bahnhof wurde renoviert und steht jetzt komplett in weiss da.
Koh Singto
Am Tag machten wir einen Ausflug zur Löweninsel (Koh Singto). Diese Insel befindet sich nur eine halbe Stunde zu Schiff vor Hua Hin. Unser Captain war ein Ire, welcher seit mehreren Jahren hier in Thailand lebt und eine Firma eröffnet hat, welche Elektroboote produziert. Die Fahrt führte zuerst durch einen langen Fischerhafen, wo wir gerade zurückkehrende Fischerboote samt Besatzung bestaunen konnten. Scheinbar gibt es hier nicht allzu viele Touristen, denn uns wurde kräftig zugewinkt.
Die Löweninsel selbst ist nur eine kleine Insel, mit etwa 100 Metern Durchmesser. Darauf steht ein Felsen, welchen wir erklimmten und so eine tolle Aussicht aufs Meer erhielten. Neben der Insel liegen noch zwei andere, kleinere Inseln, welche Koh Nok und Koh Tao heissen. Von der Insel aus sah man auch Khao Takiab, ein Hügel am Ufer Thailand’s, wo das Festland einen Knick macht. Danach tuckerten wir wieder ans Festland, wo wir beim Strand Haad Sai Noi halt machten. Dies ist einer der schönsten Strände Hua Hins, jedoch nicht zu vergleichen mit dem einer Insel. Nach einem kurzen Badespass und einer frischen Kokosnuss ging es wieder zurück ins Hotel. Am nächsten Tag gings auch schon wieder zurück nach Bangkok – diesmal mit dem Bus.