Archive for February, 2009

Hua Hin

Thursday, February 19th, 2009

Gute 230 km südlich von Bangkok liegt Hua Hin, ein Ort mit über 80000. Über das Wochenende steigen hier die Hotelpreise aufs Doppelte an, da alle Zimmer mit Bangkokianer, welche an den Strand fliehen, überfüllt sind. Der Ort befindet sich am östlichen Ufer und liegt an der Hauptstrasse “Phet Kasem”, welche ganz in der Nähe von meiner Wohnung beginnt und bis in den Süden von Thailand führt.

Wir sind mit dem Zug bis Hua Hin gereist. Da der Zug die erste Hälfte der Strecke im Schneckentempo zurückgelegt hat, hatte sich die angekündigte Fahrtzeit von vier Stunden um zwei Stunden verlängert. Es ist witzig, dass die Abfahrts- und Ankunftszeit der Züge in Minuten genau angegeben wird, obwohl man eigentlich damit rechnen kann, dass sich beide Zeiten stark verzögern können. Nach der etwas langen Fahrt strahlt einem ganz in rot der schönste Bahnhof in Thailand entgegen, welcher 1968 hier in Hua Hin errichtet wurde. Ursprünglich war dieses schöne Gebäude der königliche Pavillion in Sanamchan Palace (in der Nakhon Pathom Provinz).

In Hua Hin selber gibt es nicht sonderlich viel zu tun. Es gibt viele grosse Hotels, gute Restaurants und einen Nachtbazaar. Die beiden Nächte, die wir dort waren, haben wir im Hotel Casa del Mare verbracht. Dieses tolle Boutiquehotel hat grosse und schön dekorierte Zimmer, einen sehr angenehmen Pool und ein sogenanntes Sea Spa, welches ich leider nicht ausprobiert hatte.

Am Abend konnten wir einen Blick auf den Nachtbazaar werfen, welcher sich allerdings nicht von anderen Bazaars in Thailand abhebt und mich deshalb nicht sonderlich beeindrucken konnte. Gegessen hatten wir einmal im Sofitel Hotel, in welchem sich das bekannte Railway Restaurant befindet. Dieses wurde im alten Bahnhof von Hua Hin gebaut. Der Bahnhof wurde renoviert und steht jetzt komplett in weiss da.

Koh Singto
Am Tag machten wir einen Ausflug zur Löweninsel (Koh Singto). Diese Insel befindet sich nur eine halbe Stunde zu Schiff vor Hua Hin. Unser Captain war ein Ire, welcher seit mehreren Jahren hier in Thailand lebt und eine Firma eröffnet hat, welche Elektroboote produziert. Die Fahrt führte zuerst durch einen langen Fischerhafen, wo wir gerade zurückkehrende Fischerboote samt Besatzung bestaunen konnten. Scheinbar gibt es hier nicht allzu viele Touristen, denn uns wurde kräftig zugewinkt.

Die Löweninsel selbst ist nur eine kleine Insel, mit etwa 100 Metern Durchmesser. Darauf steht ein Felsen, welchen wir erklimmten und so eine tolle Aussicht aufs Meer erhielten. Neben der Insel liegen noch zwei andere, kleinere Inseln, welche Koh Nok und Koh Tao heissen. Von der Insel aus sah man auch Khao Takiab, ein Hügel am Ufer Thailand’s, wo das Festland einen Knick macht. Danach tuckerten wir wieder ans Festland, wo wir beim Strand Haad Sai Noi halt machten. Dies ist einer der schönsten Strände Hua Hins, jedoch nicht zu vergleichen mit dem einer Insel. Nach einem kurzen Badespass und einer frischen Kokosnuss ging es wieder zurück ins Hotel. Am nächsten Tag gings auch schon wieder zurück nach Bangkok – diesmal mit dem Bus.

Xin Nian Kuai Le

Wednesday, February 4th, 2009

Dieses Jahr wurde am 26 Januar das neue Chinesische Jahr eingeleutet. Das Jahr 2009 ist das Jahr vom Ochsen, welcher ein Symbol von Stärke und Zielstrebigkeit darstellt. Er wird als Zeichen von Veränderung interpretiert und bringt Entwicklung als auch positive Energie mit sich. Die Tage um das neue Jahr sind für die Chinesen, welche etwa 5% der Bevölkerung Bangkoks ausmachen, sehr festlich. Da die Thais gerne feiern, schliessen sie sich den Chinesen einfach an.

China Town
Wir haben den Abend des neuen Jahres in Bangkoks China Town verbracht. Die Strassen waren überfüllt – erstaunlicherweise vor allem mit indigen Thais. China Town liegt um die Hauptrasse Yaowarat und erstreckt sich über zahlreiche Seitenstrassen und Gassen. Normalerweise häufen sich am Strassenrand Essenstände, welche Chinesische Spezialitäten anbieten. Fürs neue Jahr wurde jedoch die ganze Strasse vom Verkehr abgeriegelt. Statt Autos fand man nun Kleider, Schmuck und anderes, was am Boden zum Verkauf angepriesen wurde. Auch gab es eine Art Umzug, jedoch sah ich nur zwei Drachen, als ich mich endlich durch die Menschenmasse gezwängt hatte. Die Drachen tanzten auf der Strasse und wurden von traditioneller Schlagmusik begleitet. Alle wollten sich mit einem Drachen zusammen fotografieren lassen oder ihn zumindest einmal berühren. Für Bangkoks Grösse fand ich das ganze Spektakel ein wenig mager. Wir gingen in einem bekannten Restaurant (bzw. im Restaurant daneben, jedoch glaube ich, dass sie das selbe Menu anbieten) essen. Es heisst “Lao Li Shark’s Fin”. Die Haifischsuppe mussten wir aus Kostengründen auslassen, und die gebratenen Schnecken waren leider bereits ausverkauft. Dennoch konnten wir drei Spezialitäten geniessen. Zuerst hatten wir zwei eiskalte Austern zur Vorspeise, dann gab es speziell marinierte spare ribs sowie Ziegenfleisch, welches ausgezeichnet schmeckte.

Sonnenfinsternis
An jenem Tag gab es auch noch eine partielle Sonnenfinsternis. Diese war jedoch nur in Asien sichtbar, weshalb wahrscheinlich kein grossen Trubel darum gemacht wurde. Sehen konnten wir sie leider nicht, da die Sonne sich nicht genug verdunkelte.

Muang Boran

Sunday, February 1st, 2009

Die antike Stadt von Thailand befindet ein wenig ausserhalb von Bangkok. Muang auf Thailändisch heisst Stadt, Boran bedeutet antik. Dieser Ort ist nicht zu verwechseln mit Ayutthaya, welche die alte Hauptstadt von Thailand ist. Muang Boran ist ein grosser Park, welcher kulturelle Objekte beinhaltet. So hat es einerseits viele Replikas von bekannten Tempeln, Palästen und Stupas, welche sich in Thailand befinden. Andererseits werden gewisse Originale in die antike Stadt verlegt, wo sie dann restauriert werden. Ausserdem findet man auch kreative Kunst. Als kreative Kunst werden diejenigen Objekte bezeichnet, welche zwar alt aussehen, aber neu und extra für diesen Park errichtet wurden. Diese Objekte sind teilweise extrem eindrücklich und sehenswert. Sie verleihen dem Park auch eine gewisse Legitimität, da er ansonsten nur aus Replikas bestehen würde, die man eigentlich lieber im Original anschauen geht.

Da der Park relativ gross ist (eine komplette Tour ist sicherlich 20 Kilometer lang), haben wir uns zwei Golfautos gemietet, mit welchen man gemütlich und bequem durch den Park fahren kann. Man findet hier insgesamt 116 grosse Objekte; daneben gibt es aber auch noch duzende kleine und nicht bezeichnete Objekte. Im ganzen Park hat es Gewässer, welche sich um die kulturellen Paläste und Pavilions schlängeln. Damit man keine nassen Füsse kriegt, wurden Brücken errichet, einige davon sind sehr speziell. So gibt es eine Regenbogen Brücke, welche sich wunderschön im Wasser spiegelt.

Der Park wird vor allem auch von vielen lokalen Thais besucht, welche die ruhige Atmosphäre geniessen möchten. Dank der Grösse des Parks verteilen sich die Besucher gut und man ist oft alleine unterwegs. Leider hatten wir ein bisschen zuwenig Zeit um den ganzen Park besichtigen zu können. Man sollte sich einen ganzen Tag Zeit nehmen und schon am Vormittag dort sein.