Eine der vielversprechensten Destinationen in Krabi ist Koh Hong, die Zimmerinsel. Fährt man der Küste entlang, gelangt man von Ao Nang Beach zur Nopparat Beach, wo ein Longtail-Boot wartet. Dieses fährt dann weiter nördlich und man sieht die Klong Mueang Beach. Dies ist der längste Strand in Krabi. Da er sehr ruhig ist, hat er die Aufmerksamkeit von einigen Fünfsternehotels auf sich gezogen. Der letzte Strand ist Tubkaak Beach, sehr ruhig, und direkt vor der Zimmerinsel. Hier traut sich der Bootsmann aufs offene Meer hinaus.
Mu Koh Hong ist eine Inselgruppe bestehend aus vielen kleinen Inselchen. Die Meisten haben keinen Strand und sind daher für Touristen eher uninteressant. Es sind oft einfach grosse Felsbrocken, die aus dem Wasser ragen. In einem haben sich ein paar Menschen in einer Höhle eingenistet, um ein Vogelnest zu bewachen. Vogelneste sind begehrt – in einer Suppe gekocht ist es eine teure chinesische Spezialität. Es gibt sogar ein Vogelnestgetränk, ähnlich dem Hühnerkonzentrat, welches ich während dem Thaiboxtraining verschlungen hatte.
Die Zimmerinsel selbst ist ein Traumparadis. Wir hatten Glück, denn auf unserem Boot waren nur 11 Personen, inklusive dem lustigen Führer, seinem Helfer und dem Bootsmann. So waren wir praktisch alleine auf der Insel. In der Hochsaison hat es wahrscheinlich ein Duzend Boote, welche sich gleichzeitig zur begehrten Destination aufmachen. Auf der Insel hat es zwei verbundene Strände. Am einen legen die Boote an, am anderen kann man baden und schnorcheln. Der Strand ähnelt einem Halbmond. Das Meer sieht man durch einen Eingang, der zwischen zwei grossen Felsen geformt wird. So fühlt man sich gegen Eindringlinge abgesichert. Das Wasser ist glasklar und der Sand ist fein wie Staub und strahlend weiss. Wir hatten mit dem Führer eine einstündige Kayakfahrt zur Lagune unternommen (die anderen Touristen hatten dies nicht geplant und blieben am Strand). Wir hatten die Insel zu einem Drittel umrundet und fanden eine Öffnung, welche zu einem türkisfarbenem Pool, die Lagune, führt. Umgeben von Felsen findet man hier seine Ruhe und kann ein mächtiges Echo seiner Stimme hören. Am Ufer wachsen Mangobäume. Das Wasser reicht bis zu den Knien und man kann nach Sternfischen suchen. Diese sind halb im Sand eingegraben und zappeln mit ihren Saugnäpfen, wenn man sie von der Nässe befreit. Zurück am Strand gab es dann ein feines Mittagessen mit frischen Früchten zum Dessert. Wir haben uns ein paar Meter auf die Tsunami-Fluchtroute gewagt, fanden dann allerdings, dass man sich schlecht mit baren Füssen gegen Riesenschlangen, Skorpione und böse Spinnen wehren kann, weshalb wir es dann bleiben liessen. Dafür habe ich einen Baum mit giftigen Raupen entdeckt, welche ganz aufgeregt ihre Haare meinem Makro-Zoom entgegen gestreckt haben.
Die Reise ging weiter zu Koh Rai, eine kleine Insel in der Nähe von Koh Hong. Hier gibt es lediglich einen kleinen Strand – davor umso schöner. Der Sand ist etwas gröber als gewohnt, davor ist er umso unberührter. Wir wurden von einer roten Riesenkrabbe überrascht. Ich habe mich dann an einem Stein erfreut, welcher von duzenden kleinen Tierchen bewohnt wird. Besonders ein Minikrebs konnte meine Neugierde wecken. Nach ein paar tollen Fotos sammelte unser Führer die Besatzung ein und gab den Startbefehl für die letzte Destination, die Paradise Island.
Koh Lading (Paradise Island) hat einen kurzen Strand in einer kleinen Bucht. Ein paar Boote haben angelegt und man findet ein Schild der Küstenwache. Ein kleiner Bereich des Wassers wurde fürs Schnorcheln abgegrenzt. Hat man die Taucherbrille auf, sieht man ein tolles Korallenriff, mit vielen interessanten Fischen. Grosse, blaue Fische sind das Highlight. Man muss sich in Acht nehmen vor schwarzen, runden Tierchen, welche auf Steinen leben und mit ihren vielen giftigen Stacheln die Haut verletzen können. Manchmal waren sie ganz nahe an der Oberfläche. Auf einer frühreren Tour hatte ein Einheimischer ein solches Tier an Bord gebracht. Er wusste, welche Stacheln giftig sind. Leider hatter er sich vergriffen und hatte einen Finger verletzt. Dafür konnte man das Ding an der Luft atmen sehen – ein komischer Anblick.