Archive for the ‘Thailand’ Category

Koh Hong

Monday, June 22nd, 2009

Eine der vielversprechensten Destinationen in Krabi ist Koh Hong, die Zimmerinsel. Fährt man der Küste entlang, gelangt man von Ao Nang Beach zur Nopparat Beach, wo ein Longtail-Boot wartet. Dieses fährt dann weiter nördlich und man sieht die Klong Mueang Beach. Dies ist der längste Strand in Krabi. Da er sehr ruhig ist, hat er die Aufmerksamkeit von einigen Fünfsternehotels auf sich gezogen. Der letzte Strand ist Tubkaak Beach, sehr ruhig, und direkt vor der Zimmerinsel. Hier traut sich der Bootsmann aufs offene Meer hinaus.

Mu Koh Hong ist eine Inselgruppe bestehend aus vielen kleinen Inselchen. Die Meisten haben keinen Strand und sind daher für Touristen eher uninteressant. Es sind oft einfach grosse Felsbrocken, die aus dem Wasser ragen. In einem haben sich ein paar Menschen in einer Höhle eingenistet, um ein Vogelnest zu bewachen. Vogelneste sind begehrt – in einer Suppe gekocht ist es eine teure chinesische Spezialität. Es gibt sogar ein Vogelnestgetränk, ähnlich dem Hühnerkonzentrat, welches ich während dem Thaiboxtraining verschlungen hatte.

Die Zimmerinsel selbst ist ein Traumparadis. Wir hatten Glück, denn auf unserem Boot waren nur 11 Personen, inklusive dem lustigen Führer, seinem Helfer und dem Bootsmann. So waren wir praktisch alleine auf der Insel. In der Hochsaison hat es wahrscheinlich ein Duzend Boote, welche sich gleichzeitig zur begehrten Destination aufmachen. Auf der Insel hat es zwei verbundene Strände. Am einen legen die Boote an, am anderen kann man baden und schnorcheln. Der Strand ähnelt einem Halbmond. Das Meer sieht man durch einen Eingang, der zwischen zwei grossen Felsen geformt wird. So fühlt man sich gegen Eindringlinge abgesichert. Das Wasser ist glasklar und der Sand ist fein wie Staub und strahlend weiss. Wir hatten mit dem Führer eine einstündige Kayakfahrt zur Lagune unternommen (die anderen Touristen hatten dies nicht geplant und blieben am Strand). Wir hatten die Insel zu einem Drittel umrundet und fanden eine Öffnung, welche zu einem türkisfarbenem Pool, die Lagune, führt. Umgeben von Felsen findet man hier seine Ruhe und kann ein mächtiges Echo seiner Stimme hören. Am Ufer wachsen Mangobäume. Das Wasser reicht bis zu den Knien und man kann nach Sternfischen suchen. Diese sind halb im Sand eingegraben und zappeln mit ihren Saugnäpfen, wenn man sie von der Nässe befreit. Zurück am Strand gab es dann ein feines Mittagessen mit frischen Früchten zum Dessert. Wir haben uns ein paar Meter auf die Tsunami-Fluchtroute gewagt, fanden dann allerdings, dass man sich schlecht mit baren Füssen gegen Riesenschlangen, Skorpione und böse Spinnen wehren kann, weshalb wir es dann bleiben liessen. Dafür habe ich einen Baum mit giftigen Raupen entdeckt, welche ganz aufgeregt ihre Haare meinem Makro-Zoom entgegen gestreckt haben.

Die Reise ging weiter zu Koh Rai, eine kleine Insel in der Nähe von Koh Hong. Hier gibt es lediglich einen kleinen Strand – davor umso schöner. Der Sand ist etwas gröber als gewohnt, davor ist er umso unberührter. Wir wurden von einer roten Riesenkrabbe überrascht. Ich habe mich dann an einem Stein erfreut, welcher von duzenden kleinen Tierchen bewohnt wird. Besonders ein Minikrebs konnte meine Neugierde wecken. Nach ein paar tollen Fotos sammelte unser Führer die Besatzung ein und gab den Startbefehl für die letzte Destination, die Paradise Island.

Koh Lading (Paradise Island) hat einen kurzen Strand in einer kleinen Bucht. Ein paar Boote haben angelegt und man findet ein Schild der Küstenwache. Ein kleiner Bereich des Wassers wurde fürs Schnorcheln abgegrenzt. Hat man die Taucherbrille auf, sieht man ein tolles Korallenriff, mit vielen interessanten Fischen. Grosse, blaue Fische sind das Highlight. Man muss sich in Acht nehmen vor schwarzen, runden Tierchen, welche auf Steinen leben und mit ihren vielen giftigen Stacheln die Haut verletzen können. Manchmal waren sie ganz nahe an der Oberfläche. Auf einer frühreren Tour hatte ein Einheimischer ein solches Tier an Bord gebracht. Er wusste, welche Stacheln giftig sind. Leider hatter er sich vergriffen und hatte einen Finger verletzt. Dafür konnte man das Ding an der Luft atmen sehen – ein komischer Anblick.

Kristall, Smaragd, Blau

Sunday, June 21st, 2009

Am Fuss eines Hügels in der Nähe von Ao Nang heisst es “1237 Schritte bis zur Spitze”. Erklimmt man die steile Streppe, welche zur Spitze des gut 300 Meter hohen Hügels führt, gelangt man zum Tempel Wat Tham Suea. Wir haben für den ganzen Tag ein Auto gemietet, welches uns am späteren Vormittag hierher brachte. Gleich nach der Ankunft wurden wir von einer Schar Affen begrüsst. Sie haben sich dann schnell verabschieded um von einem parkierten Auto Essen zu stehlen, bis sie vom Besitzer verscheucht wurden. Wir machten uns dann auf den Weg zum Tempel. Die Stufen sind teilweise sehr hoch und man kommt gut ins Schwitzen bis man, angekommen, von einem frischen Wind abgekühlt wird. Die Aussicht ist sensationell – allerdings mussten wir mit den paar Wolken kämpfen um die Ferne auszumachen. Man findet keinen eigentlichen Tempel, sondern einen riesigen goldenen Buddha, welcher auf dem Hügel tront. Auf dem Hinunterweg sind wir ein paar Mönchen begegnet. Wir haben die Kletterei gut überstanden, sicherlich hat das Glücksbändchen, welches wir vor Aufstieg erhalten hatten, uns vor einem Absturz bewahrt. Nach dem Abstieg ging es weiter, vorbei an einem chinesischen Tempel, zur Tigerhöhle. Dort leben ein paar Mönche in einfach Hütten und wurden früher von Tigern auf Trab gehalten. Heute haben sies ein wenig gemütlicher, da keine Tiger mehr gesichtet wurden. Auch kommt man an einem grossen Baum vorbei, der sicherlich schon sehr alt ist. Sein älterer Bruder hats leider erwischt und liegt nun verstaubt am Boden. Viele Besucher haben einen Stecken an den Stamm gelegt, entweder als Glücksbringer oder als Zeichen von Respekt.

Kurz nach Mittag fuhr uns der Fahrer etwa 30 Kilometer weiter bis wir bei einem Nationalpark ankamen. Normalerweise bezahlen Thais 20 Baht Eintritt in Nationalpärke; Ausländer müssen 200 Baht berappen. Dies, da Thais ja bereits Steuern für die Pärke zahlen (und Ausländer im Allgemeinen ein fetteres Portmonnaie besitzen). Dank meinem Studentenausweis wurde ich, zu meinem grossen Erstaunen, auch für 20 Baht hereingelassen. Wir fanden einige Wegweiser vor und beschlossen, dem Naturpfad zu folgen. Es erwartete uns eine ganz einsame Reise durch den Jungel zu einem Wassergebiet. Man geht auf einem Holzsteg, welcher mitten durch die Natur führt. Sobald man aus dem Jungel herauskommt, erwartet einen Wasser, auf welchem Bäume wachsen und welches von einer komischen gelben Schicht überzogen ist. Nach guten zwei Kilometern gelangt man zum Crystal Pond (dem kristallernen Teich). Es ist ein grosser Teich in einer ganz glänzenden Farbe. Einige Schritte weiter wird man vom Emerald Pool (dem smaragdfarbenen Teich) erwartet. Eine kleine Hütte bietet Schutz für die Kleider und man kann ungestört schwimmen gehen, in einem ganz türkisblauen Wasser. Der Teich ist sehr gross und hat einen ganz feinen Sandboden ohne Steine. Am anderen Ende des Pools fliesst ein kleiner Bach und man kann sich dort, wie bei einem Jacuzzi, vom Wasser massieren lassen. Nach einem langen Badeplausch ging es weiter durch die Natur. Wir sahen auch einen heiligen Teich, der früher von Mönchen benutzt wurde. Heute ist jegliches Betreten verboten. Man gelangt zu einem tropischen Regenwald in dem man schlussendlich den Blue Pool (den blauen Teich) vorfindet. Leider konnten wir nicht baden, da der Teichboden einen Sumpf ist und ein grosses Schild vom Baden abrät. Auch ist dieser Teich nicht schön aufgeräumt. Die Farbe ist ein absolut klares blau. Der Teich ist umgeben vom Regenwald – ein unglaubliches Bild.

Die Fahrt führte uns schlussendlich zum Hot Stream. Hier geht man zu Fuss an einem natürlich heissen Strom entlang, bis man zur Badestelle gelangt. An einem Wasserfall gibt es einige kleine Pools, wo man sich hineinsetzen und das heisse Wasser geniessen kann. Die Temperatur liegt zwischen 40 und 42 Grad Celcius – ideal für die Gesundheit. Auch wird die Mineralzusammensetzung angegeben, an die ich mich allerdings nicht mehr erinnern kann. Vorgeschlagen wird ein 20 minütiges Bad, was wir natürlich eingehalten haben. Viele Thais kommen hierhin, um sich einen schönen Tag zu gönnen. Allerdings war es einiges weniger idyllisch als der Emerald Pool, da wir dort fast alleine waren. Allerdings ist ein heisses Bad ein guter Abschluss nach 1237 Stufen und einem langen Naturpfad.

Koh Jum

Saturday, June 20th, 2009

Fährt man von Ao Nang aus etwa 50 Kilometer südöstlich der Küste, gelangt man zu Laem Kruat, ein kleines Küstendorf. In dieser Gegend leben vor allem Muslims, ein etwas ungewohnter Anblick im ansonsten buddhistischen Thailand. Es gibt zwei Piers, von wo aus man zur Insel Jum gelangt. Ein anderer Name für Koh Jum ist auch Koh Pu (Krabben Insel), da der 395 Meter hohe “Berg” auf der Insel Pu heisst. Den Pier von wo aus unser Boot abgefahren ist, befand sich hinter einer Garage, welche als Eingangsbereich fungiert. Das kleine Boot war voll beladen mit Esswaren und Eis (das natürlich bei Ankunft halb geschmolzen war). Wir waren die einzigen Touristen auf der Hinreise und teilten das Boot lediglich mit ein paar lokalen Frauen.

Auf Koh Jum gibt es drei Dörfer. Am südlichen Ende befindet sich das Dorf Koh Jum, auf der Inselmitte Ting Rai und am nordöstlichen Ende Koh Pu. Angekommen sind wir beim ersteren. Wir wurden freundlicherweise von unserer Gastgeberin, eine ältere thailändische Frau, von der Woodland Lodge, abgeholt. Die Fahrt dauerte gute zehn Minuten bis wir bei unserem Bungalow ankamen. Erfreut wurden wir mit einem Willkommensgetränk, ein frisches Früchtegetränk.

Unser Bungalow lag an der Andaman Beach. Dies ist der erste Strand vom Süden ausgesehen. Nach der ersten Übernachtung haben wir einen Ausflug in den Norden der Insel gemacht um die anderen Strände einzuweihen. Wir waren, neben einem einzig anderen Gast, welcher nur während der ersten Nacht anwesend war, die einzigen Touristen auf der ganzen Insel. Auf die Andaman Beach folgt die Golden Pearl Beach, wo es auch einige Bungalows hat. Allerdings sind ausser unserem Bungalow und einem anderen alle geschlossen während der Monsunsaison. Geht man weiter nördlich, gelangt man zur ganz einsamen Ao Si Beach. Dabei muss man, vor allem bei Flut, über einige Felsen und Steine klettern, bis man den tollen Strand betreten kann. Bis ans obere Ende von Ao Si Beach brauchten wir eine gute Stunde. Da es von dort aus am Strand nicht mehr weitergeht, haben wir angenommen, dass es keine weiteren Strände mehr gibt. Die Karte verrät mir allerdings, dass man noch zu einer Magic Beach weitergehen kann (allerdings über die Strasse, welche weiter inlands liegt und dann zur Magic Beach abzweigt). Nach der Magic Beach kommt die Ting Rai Beach (welche sich neben dem gleichnamigen Dorf befindet). Die Insel wird von der North Beach abgeschlossen, welche ganz im Norden liegt.

Glücklicherweise hat es während unserem Aufenthalt bis zur Abreise nicht geregnet. So konnten wir das Inselparadis ganz für uns geniessen. Auch wurden wir von der guten Küche, den frischen Früchten und dem natürlich Tee unserer Gastgeberin verwöhnt. Strom gab es nur zwischen 6 und 9 Uhr abends, wenn der Generator angelassen wurde. So waren die Abende entsprechend kurz. In der Nacht wurde unser Bungalow einmal von Fledermäusen heimgesucht. Auch findet man regelmässig Kakerlaken auf der Toilette, da diese durch den Ablauf hereinschleichen. Man muss einfach lernen, mit den etwas unangenehmeren Tierchen das Zimmer zu teilen. Im Bett ist man jedenfalls ungestört, da ein Mosquito-Netz eine gute Barriere gegen Eindringlinge darstellt.

Man könnte einen Ausflug auf den Mt. Pu unternehmen. Allerdings haust dort eine 4.5 Meter lange Schlange, die darauf wartet, frisches Fleisch zu verspeisen. Daher sollte man einen lokalen Führer mitnehmen. Da wir nur zwei Nächte dort waren, hat es uns für diesen Ausflug leider nicht gereicht. Dafür konnten wir zwei sensationelle Sonnenuntergänge geniessen. Auch der Unterschied zwischen Ebbe und Flut war extrem, da die Strände sehr flach sind. Für Sonnenaufgänge hats mir nicht gereicht, aber ich war einmal joggen gegangen und ein anderes Mal konnten wir Yoga am Strand praktizieren. Die Abreise wurde von einem Regen, der innerhalb von etwa zehn Sekunden ausbrach, in das Wasser gerissen. Die kleine Hütte, welche als Regendach vom Pier beim Dorf Koh Pu die Passagiere schützen soll, hat es fast vom Wind mitgenommen. Glücklicherweise war der Regen, wie die meisten Monsungewitter, schnell abgeschwächt und wir konnten die Rückreise mit einem riesigen Bootsführer antreten. Koh Jum ist ein wunderbares Inselparadis, wo die lokale Kultur noch present ist. Allerdings, so stelle ich mir vor, könnten die rund 20 Bungalows in der Hochsaison voll werden und ein eher touristisches Bild entstehen lassen.

4 Inseln

Saturday, June 20th, 2009

Der wohl populärste Tagesausflug von Krabi aus führt zu vier Inseln. Man fährt per Longtail-Boot für eine halbe Stunde bis man die Inselgruppe erreicht. Der erste Halt führt einen zu Koh Tup, zwei kleine Inseln, welche durch eine Sandbank verbunden sind. Bei Ebbe kann man die Bank gut überqueren, bei Flut muss man wahrscheinlich etwas waten. Man kann schön baden, der Sand ist fein und das Wasser erfrischend klar. Bei Lust und Laune kann man sich, mit Schnorchel und Taucherbrille ausgerüstet, auch zu den Korallen wagen. Die zweite Station liegt bei Koh Gai (Chicken Island). Man hat einen tollen Blick auf einen Felsen, der wie ein Hühnerkopf geformt ist. Scheinbar gibt es auf dieser Insel keinen Strand, weshalb das Boot bei einem Korallenriff anlegt und man hier ein wenig schnorcheln darf. Auf dem Boot wird dann auch Essen aufgetischt. Am Besten geniesst man den halbherzigen Schmaus auf dem Deck, wo man sich, bei schönem Wetter, perfekt sonnen kann. Sogleich fährt das Boot weiter zu Koh Poda, die grösste Insel der Gruppe. Hier gibt es auch ein Bungalow, wo man übernachtet kann. Wir haben uns dann schnell von der Touristengruppe abgesondert und sind durch die Insel gelaufen. Dabei kriegt man ein Gefühl von “Lost” (die TV-Serie), vor allem wenn man einen unbemannten Strand findet. Auf dem Weg dazu habe ich auch exotische Früchte entdeckt (Laternenfrüchte, die gibts bei uns auch im Supermarkt). Sie wachsen übrigens am Boden. Auch sieht man Wegweiser, die eine Fluchtroute vor Tsunamis beschreiben. Im Jahre 2006 hatte es ja Krabi arg erwischt. Wenn man Inseln erkundet, sollte man allerdings gutes Schuhwerk dabei haben und nicht, wie wir, barfuss durch den Jungel trampeln. Auf gewissen Inseln gibt es Riesenschlangen, welche mehrere Meter lang werden können. Von bösen Insekten, Skorpionen und Spinnen möchte ich gar nicht erzählen. Sobald man die Insel durchquert hat und sich am einsamen Strand erfrischen konnte, führt ein Weg durch die Bungalowanlage zurück zum Hauptstrand, wo sich bereits alle Touristen eingenestet haben. Einige hundert Meter im Meer ragt ein grosser Felsbrocken aus dem Wasser. Nach einem erneuten Badeplausch fing es dann leicht an zu regnen und das Boot machte sich auf zur letzten Station. Weshalb die Tour vier Inseln heisst, leuchtet mir nicht ganz ein, da der letzte Halt auf dem Festland liegt. Man hält bei der Pranang Beach, in der Nähe des Kletterparadis Railey. Auch hier gibt es viele Klettermöglichkeiten, welche allerdings allesamt sehr anspruchsvoll aussehen. Hier gibt es auch ein Hotel, welches allerdings einen teuren Eindruck macht. Wir haben an der Hotelstrandbar ein (unterdurchschnittliches) Cocktail getrunken, welches dann mit je 300 Baht (10 Franken) zu Buche schlug. Dafür gab es gratis Wasabi-Erdnüsse. Der Strand ist auch schön und man kann herrlich baden. Wir hatten einen kleinen Schwumm zu einem benachbarten Felsen gemacht, von wo aus man eine tolle Aussicht auf die Pranang Bucht erhält. In der Bucht gibt es auch eine kleine Höhle, wo ein Buddha aufgestellt wurde. Nach der vierten “Insel” brachte uns das Boot dann nach Ao Nang zurück. Eine schöne und empfehlenswerte Tour!

Krabi

Thursday, June 18th, 2009

950 Kilometer südlich von Bangkok, am Andamanmeer, liegt Krabi. Die Provinz ist mit knapp 350000 Einwohnern eher klein für thailändische Verhältnisse. Während der Hochsaison, wenn es in Europa kalt ist und schneit, kommen noch einige Tausend Touristen dazu. Sobald bei uns wieder die Vögel singen und die Knospen spriessen bricht hier der Monsun aus und man kann fast keine Touristen mehr beim Sonnen beobachten. Krabi Town, eine Stadt mit knapp 80000 Einwohnern liegt einige Kilometer vom Meer entfernt und ist nicht sonderlich attraktiv. Man fährt jedoch durch die Stadt, wenn man vom Flughafen her kommt, so wie ich das erlebt habe. Gefolgen sind wir von Bangkok direkt nach Krabi mit Air Asia. Der Flug dauerte eine gute Stunde und man erspart sich so eine zwölfstündige Busfahrt. Air Asia wurde von Skytrax als beste Lowcost-Airline gerated; der Service ist angenehm und die Preise sind spottbillig. So haben wir pro Flug etwa 1000 Baht bezahlt (knapp 35 Franken). Für eine Zugfahrt würde man einen ähnlichen Betrag liegenlassen – dafür fährt der Zug nur in das benachbarte Suratthani, von wo aus man noch per Bus oder Taxi gute 2 Stunden fahren muss.

Die Provinz Krabi hat mehrere Sehenswerte Gegenden. Ao Nang ist der meistentwickelte Strand und beherbergt zahlreiche Hotels, Restaurants, Schneiderläden und dergleichen. Wir haben zuerst im Amandari Krabi Hotel und danach im ebenbürtigen Buri Tara für insgesamt 10 Nächte geschlafen. Diese Hotels gehören der gleichen Familie, haben aber nicht denselben Chef. In der gleichen Strasse befinden sich auch noch das Aree Tara Hotel und der Ananta Buri Resort, auch von derselben Familie. Alle Hotels kosten gleichviel (etwa 80 Franken pro Nacht; im Internet kriegt man bis zu 50% Rabatt) und sehen sehr ähnlich aus. Buri Tara ist das einiges bessere Hotel, da die Bedienung viel freundlicher ist und man im sehr guten Restaurant 15% Rabatt erhält als Hotelgast. Einziger Nachteil bei beiden Hotels ist, dass sich die Sonne bereits um 2 Uhr von den Liegestühlen am Pool verabschieded. Zum Sonnen geht man auch besser an den Strand, allerdings nicht Ao Nang, sondern zu Ao Nopparat Thara, welches gleich neben unserem Hotel liegt (5 Minuten zu Fuss). Dort ist der Strand viel breiter und länger – der Badespass ist töller als bei Ao Nang wo immer viele Boote anlegen.

Das Essen in Ao Nang ist eher enttäuschend. Man findet ein Duzend italienische Restaurants mit guten Steinofenpizzas, allerdings lässt das thailändische Essen zu wünschen übrig. Dies ist schade denn gerade am Meer würde man gerne gegrillten Fisch und Meeresfrüchte schlemmen. Ao Nang ist demnach eher eine gute Basis um sich zu stationieren, allerdings ist es nicht für Badeferien in dem Sinne zu empfehlen. Dafür liegt der Strand sehr zentral und man kann von hier aus viele interessante Ausflüge tätigen.

In der Nähe von Ao Nang liegt Railey Beach, ein Strand von wo aus man sehr gut Klettern gehen kann. In der Nähe von Krabi liegt Koh Lanta, eine schöne Insel. Auch gelangt man per Schnellboot in knapp einer Stunde nach Koh Phi Phi, ein Inselparadis. Wir haben unsere Ausflüge mehr auf nahe gelegene Destinationen gelegt, sodass nicht zu viel Zeit fürs Reisen vergeht.

Rangsit

Monday, June 15th, 2009

40 Kilometer nördlich von Bangkok befindet sich der Vorort Rangsit. Der alte Flughafen Don Mueang befindet sich dort. Am besten gelangt man per Autobahn, wessen Netz sich auf mehreren Metern Höhe über die ganze Stadt verteilt, zu diesem Aussenbezirk. Im Zentrum von Rangsit befindet sich Future Park, ein riesiges, modernes Einkaufszentrum. Dort findet man alle bekannten Fastfood-Ketten, Kleiderläden und Department Stores. Wenn man die Strasse überquert kommt man zu Major Cineplex, ein Multiplex-Kino, wo es z.B. gute Schweinshaxen zu essen gibt.

Ich war in Rangsit am Muay Thai Institute für gute drei Wochen. Dort habe ich die Kurse Muay Thai 1 und 2 besucht. Das Institut ist das einzige Gym, das vom Sportministerium anerkannte Diplome im Thaiboxen ausstellen darf. Die Kurse dauerten je 40 Stunden, wobei man zweimal am Tag je 2 Stunden trainiert. Das Institut vermietet auch Zimmer, wobei man besser in einem Hotel in der Nähe übernachtet, da es wahrscheinlich günstiger kommt und man ein besseres und ruhigeres Zimmer erhält (gleich neben dem Institut wird täglich geschweisst). So durfte ich jeden morgen um halb 7 aufstehen und mich zum morgentlichen Training begeben. Danach ging ich normalerweise zum Markt, der etwa zehn Gehminuten vom Insitut entfernt liegt. Dort gibt es auch das Einkaufszentrum Makro, ein Grosshändler, wo Thais ihre Lebensmittel für ihre Essenstände herkriegen. Auf dem Markt gibt es u.a. Nudelsuppe oder Huhn auf Reis. Dieses Essen kostet 30 Baht (1 Franken) und schmeckt ganz gut. Das Besteck nimmt man aus einem Sammeltopf, wo sich z.T. noch nasses Besteck befindet. Leider befinden sich manchmal Ameisen im Zucker – man muss einfach ein bisschen Ausschau halten. Die Verkäufer haben schnell mit mir zu reden begonnen, was ich hier mache, wieso ich Thai könne, wann ich wieder nach Hause gehe… Möchte man etwas trinken, nimmt man einfach ein Glas (von welchem bereits andere getrunken haben), füllt es mit Eis (aus einem grossen Behälter) und schenkt sein Getränk ein (Wasser aus dem Topf oder eine Flasche Cola, die man selber öffnet). Getrunken wird mit einem (frischen) Strohhalm. Das Wasser ist normalerweise eingefangenes Regenwasser.

Das Training war gut, jedoch anders als in einem Gym. Die Schule hat ein Programm für jedes Trainingsniveau. Somit kann es schnell ein wenig eintönig werden, besonders auf den ersten beiden Stufen. Die dritte Stufe dürfte dann ein wenig interessanter werden. Jedoch ist es gut, die Basis nochmals strukturiert und klar zu lernen. In den Gyms wird hier und da etwas an der Technik korrigiert, jedoch lernt man nie von Grund auf, da man mit allen Schülern zusammen trainiert. Auch konnte ich gut von meinem Thai Gebrauch machen und mich mit den Trainern unterhalten.

Ein besonders spannender Trainer war Moo (Doktor in Thai), ein grosser und breiter Mann in den Dreissiger, welcher bereits hunderte von Kämpfe und ein Sportmedizinstudium hinter sich hat (er ist scheinbar der einzig studierte Thaiboxer). Wir gingen mehrmals zum Future Park um uns die Bäuche an einem Buffet vollzuschlagen. Am letzten Abend (ich hatte die Prüfung für Niveau 2 am nächsten morgen) gingen wir gemeinsam Essen auf dem Markt (nord-östliches Thai Essen). Danach ging es in einen Nachtclub, der sich gleich neben dem Institut befindet. Wie üblich, trinkt man gemeinsam Whiskey und bevor man es merkt ist es bereits sechs Uhr morgens. Zum Schluss: Moo kann deshalb am Wochenende in den Ausgang (und muss nicht trainieren), weil er keinen Gegner zum Kämpfen findet. Thais sind nicht so schwer wie er, die Ausländer möchten ihn nicht als Gegner haben. Aussehen tut er eher wie ein Doktor als ein Thaiboxer – doch der Schein täuscht…

Das zweite Semester an der Thammasat University

Monday, June 15th, 2009

Nach einem späten Start in das zweite Semester (ich befand mich die erste Semesterwoche noch in Laos) fand ich mich schnell wieder an der Uni zurecht. Leider haben fast alle alten Studienkollegen das Land verlassen und ich musste mir wieder ein paar neue Freunde anschaffen. Diesmal hatte es weniger Austauschstudenten und nur zwei oder drei hatten das erste Semester überlebt. Die Kollegen vom ersten Semester berichtetet von Fernweh und haben mich beneidet, dass ich länger bleiben konnte. Toll war, dass ich viele thailändische Studenten bereits kannte und ich konnte diese Freunde im Verlauf vom zweiten Semester besser kennenlernen. Zweimal gab es sogar eine Party (ausschliesslich Frauen und zwei, drei europäische Kollegen), was mir ein anderes Bild von den fleissigen asiatischen Schülern gegeben hat. Im Grossen und Ganzen fand ich das zweite Semester spannender (der Arbeitsdruck war auch geringer), jedoch war es schade die guten Kollegen vom Herbst nicht mehr sehen zu können.

Fachlich gab es auch einen Wechsel, da ich zwei Fächer von der Faculty of Economics gebucht hatte: Development Economics und ein Seminar in Development Economics. Das erste Fach wurde von einem thailändischen Professor indischer Herkunft gelehrt. Er tat dies mit viel Enthusiasmus und langen Redepausen. Der Inhalt war sehr interessant, vor allem da der Professor für die Bank of Thailand arbeitet und dadurch mit sehr aktuellen Daten in die Stunden kam. Das zweite Fach wurde von einem älteren, amerikanischen Professor, welcher für die Worldbank gearbeitet hatte, gehalten. Leider gab er keine Vorlesungen, weshalb ich nicht gross von seinem Wissen profitieren konnte. Weitere drei Fächer besuchte ich vom BBA Programm, wobei zwei Fächer eher langweilig und nicht anspruchsvoll waren. Das Fach Strategic Management dafür war meiner Meinung nach eines der besten Fächer, das ich je besucht hatte. Der Kurs fand zweimal pro Woche statt, wobei jedes Mal eine andere Gruppe eine Fallstudie präsentieren musste. Die Klasse wurde in insgesamt 14 Gruppen à zwei bis drei Studenten aufgeteilt. Eine Fallstudie besteht aus ca. fünf bis 30 Seiten und erzählt in einem dramatischen Ton über die Lage einer Firma. Sie enthält u.a. die Firmengeschichte, Informationen über den Chef, Tabellen der Buchhaltung und andere finanzielle Daten, oder auch ein Werbeplakat. Somit kann man sich ein gutes Bild der Firma machen und sich in die Lage des Chefs versetzen. Die Aufgabe besteht nun darin, zuerst die Stärken, Schwächen, Opportunitäten und Gefahren der Firma aufzulisten (möglichst komplett). Danach muss man die finanzielle Lage, die Positionierung im Markt und das Management evaluieren. Darauf folgt eine Auflistung der “distincitve competencies”, das sind Eigenschaften der Firma, welche andere Firmen nicht einfach kopieren können (z.B. spezielles Wissen) sowohl als auch “sustainable competitive advantages”, Vorteile, welche auch über längere Zeit nicht von anderen Firmen aufgeholt werden können (z.B. patent-geschützte Produkte). Aufgrund dieser Analysen kann man fünf wichtige Probleme der Firma erkennen und eines auswählen. Diese Wahl muss man natürlich gut begründen können. Schlussendlich muss die Gruppe zehn mögliche Lösungsvorschläge für dieses Problem aufzählen und zwei davon auswählen. Diese beiden Lösungsvorschläge muss man dann in Tiefe erläutern. Die Präsentation einer Fallstudie dauert etwa 20 Minuten. Eine andere Gruppe spielt das Board of Directors und stellt drei Fragen pro Mitglied. Danach muss das Board die beiden Lösungsvorschläge annehmen oder ablehnen. Für das Stellen und Beantworten von Fragen gibt es, je nach Qualität, Punkte. Als Gruppe muss man das Board dazu bringen, die Lösungsvorschläge anzunehmen. Als Board muss man möglichst im Interesse der Firma abstimmen. Danach dürfen die anderen Studenten, die Shareholders, Fragen stellen. Im Anschluss erläutert der Professor die Fallstudie und erarbeitet sie gemeinsam mit der Klasse. Für das zufriedenstellende Beantworten von seinen Fragen gibt es auch Punkte. Der Professor war CFO (Finanzchef welcher dem Firmenchef unterstellt ist) zwei grosser amerikanischer Firmen und hat danach seine eigene Beratungsfirma gegründet und diese für eine hohe Summe verkauft um hier in Thailand als alter Mann die Sonne zu geniessen. Er ist sehr freundlich, sympathisch und hat ein sehr grosses praktisches Wissen. Mir hat diese Klasse sehr gefallen.

Ausser den fünf Fächern habe ich im März meine Bachelorarbeit begonnen. Ich werde dazu noch mehr in einem späteren Beitrag schreiben. Speziell war, dass ich eine Studie mit 30 Studenten durchführen musste. Zu Beginn habe ich Fremde angehauen, jedoch haben mir meine Freunde sehr nett geholfen. So wurden mir ganz schnell viele andere Studenten vermittlet und ich war innert zwei Tagen mit der Studie fertig. Das wäre bei uns nicht so einfach möglich, da man halt nicht den “Ausländervorteil” besitzt…

Strategic Management

Monday, June 15th, 2009

Description

Examines the process of strategic management and analysis of internal and external environments for higher-level managers to make decisions on vision, objectives, and strategies. Analyzes factors affecting strategic implementation and techniques of controlling and evaluating strategic management.

Documents

The class, 40 students, was divided into 14 groups which needed to present two case studies during the semester. Each presentation was to last about 20 minutes followed by question from the board (another group) again followed by shareholder questions (the rest of the class). The presentation was evaluated on the quality of the analysis (SWOT, financial analysis, management analysis and marketing analysis), on its problem statement (the five main problems of the company and the most important one) and on its two recommendations. For the grade also important was how many people asked a question (the time for questions was limited so the group needed to respond quickly), on the quality of the response as well as on the balance of responses by team members (equality counts). Our group was assigned Moss Adams, an accounting firm, and Ritz Carlton, a hotel. We received an A- for both presentations. I did not design the second presentation and it is not available for download.

Case Presentation “Moss Adams”

Textbook

Thompson A., Strickland AJ. & Gamble J. (2007). Crafting and Executing Strategy: The Quest for Competitive Advantage. McGraw-Hill.

Teaching

James P. Fitzpatrick

Grade

B+

Production & Operations Management

Monday, June 15th, 2009

Description

The production of goods and services is the main process of manufacturing business as well as many others business operations. This requires systematic process and resources management in order to achieve quality products, optimum quantity, on time delivery, and to minimize resources and expenses. This course is the fundamental course for advanced operations management courses and is also for students in other majors who will be working relative to this field. This course will study the role of production to the society, approaches and decision making process in choosing production and service strategies, product and service design, production capacity planning, location analysis, process design, plant layout, system analysis, quality management, materials requirement planning, production scheduling, and project management.

Textbook

Russell, R. & Taylor, BW. (2009). Operations Management: Along the Supply Chain. John Wiley & Son.

Teaching

Dr. Karndee Leopairote

Grade

A

Organizational Behavior

Monday, June 15th, 2009

Description

This course explores many of the basic principles of human behavior that effective managers use when managing individuals and groups in organizations. They include the themes of behavioral mechanism and process, along with the concepts and theories of motivation underlining individual behavior, interpersonal influence, organizational behavior, process, structure, design, change and innovation.

Documents

Organizational behavior was similar to the course consumer behavior last semester in terms of teaching methods. We had two exams and concluded the class with a final presentation. Our group had eight members and presented about Zen, a local retailer.

Final Presentation “Zen”

Teaching

Somboon Kulvisaechana, PhD

Grade

B+